Experimentieren im Spielkiosk Winterthur
Skateboard fahren, Basketball spielen oder sich einfach mit Freunden treffen: Der Spielkiosk im Winterthurer Eulachpark bietet Kindern und Jugendlichen im Alter bis zu 18 Jahren viel Platz, sich zu bewegen und auszutoben. Organisiert und betreut wird das Projekt vom Jugendzentrum Gleis 1B in Oberwinterthur.
Am Mittwoch, 3. Mai, öffnet die ehemalige Sulzerhalle 710 wieder ihre Tore für den Spielkiosk. Peter Marti, Leiter des Jugendzentrums, ist erfreut, dass dies bereits das sechste Jahr ist, in dem das soziale Projekt durchgeführt werden kann.
«Dieses Jahr haben wir für die Eröffnung etwas spezielles geplant», verrät er.
Zum ersten Mal haben die Organisatoren nämlich auch Kinder um Hilfe gebeten, den Spielkiosk zu gestalten. «Wir erhielten über 70 Vorschläge. Drei werden nun durchgeführt», so der Zentrumsleiter. Einer davon ist eine Experimentierecke.
Den Spielenden würde neben den sportlichen Aktivitäten ein Ort fehlen, in dem sie nur Kopfarbeit leisten und körperlich ruhen könnten. «Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse habe einen Bereich vorbereitet, in dem verschiedene Experimente, zum Beispiel mit Seifenblasen, durchgeführt werden können.
Dieser Bereich wird an der Eröffnung am 3. Mai vorgestellt», erklärt Peter Marti.
Anders gekommen als geplant
Es sei ursprünglich gar nicht geplant gewesen, dass der Spielkiosk für Jung und Alt sein würde. «Wir wollten mit dem Spielkiosk Jugendlichen einen Platz zum Sein bieten», erzählt der 50-Jährige.
Schnell habe man aber gemerkt, dass auch jüngere Kinder das Bedürfnis hätten, sich auszutoben und zu spielen.
«Wir wandelten die Halle also zu einer grossen Turnhalle um, mit verschiedenen Einrichtungen. Mittlerweile kommen Kinder im Alter von 4 bis 18 Jahren aller Nationalitäten zu uns», sagt Peter Marti erfreut.
Durchmischen der Kulturen
Dies wirke sich positiv auf die Entwicklung der Kinder aus. «Es ist uns wichtig, dass Personen jeder Kultur bei uns sein können und sich wohlfühlen.»
Deshalb verlange das Jugendzentrum auch keinen Eintritt oder eine Anmeldung für das Spielen in der Halle.
«So lernen sich Familien kennen. Kulturen und Einkommensklassen vermischen sich. Solche persönliche Entwicklungen bereiten uns als Organisatoren grosse Freude.»

