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Politik

Mit neuem Label zurück zu Altbewährtem

In seiner fast 90-jährigen Geschichte musste sich das Heimatwerk Bauma immer wieder neu ausrichten. Jetzt konzentriert sich die Genossenschaft auf Altbewährtes und gründet dafür ein neues Label.

Im Heimatwerk Züri Oberland in Bauma herrscht Aufbruchstimmung. «Beim Namen Heimatwerk denken viele an einen Geschenkladen. Das greift uns zu kurz», sagt Geschäftsleiter Markus Dobrew. Vielmehr sollen die Textilien wieder ins Zentrum rücken. Mit diesem Ziel trat Dobrew vor drei Jahren seine Stelle im Heimatwerk an. Seither hat sich einiges getan. Zum Konzept gehört auch ein neues Label.

Auslöser für den Richtungswechsel war aber nicht er, sondern Rita Fuhrer. Die ehemalige Regierungsrätin übernahm 2012 das Präsidium der Genossenschaft Heimatwerk & Handweberei Zürcher Oberland. «Sie entschied der Produktion wieder eine zentrale Rolle zu geben. Dafür holte sie mich ins Boot», sagt Dobrew.

Veränderung im Umfeld

Dobrew hat in Zürich Design studiert und bringt langjährige Vermarktungserfahrung aus der Industrie mit. Für ihn war schnell klar, wo angesetzt werden könnte. «Die Genossenschaft wurde 1928 gegründet. In der Anfangszeit hatte sie eine klare Aufgabe: Man wollte die Heimarbeit in der Bergregion fördern und das traditionelle Webereihandwerk bewahren.» Mit der Zeit nahm das Heimatwerk immer mehr Arten von regionalem Kunsthandwerk ins Sortiment auf, etwa Körbe oder Chellen. «Zum damaligen Zeitpunkt machte es Sinn, das Angebot des Ladens auszubauen.» Doch inzwischen habe sich das Umfeld verändert. «Durch das Internet haben viele Kunsthandwerker neue Absatzkanäle gefunden», sagt Dobrew. Längst ist das Heimatwerk nicht mehr der einzige Laden, der Kunsthandwerk verkauft. Das Heimatwerk könne zwar auf eine treue Stammkundschaft zählen, doch der zunehmenden Konkurrenz sei es langfristig nicht gewachsen.

Damit der Laden auch in Zukunft bestehen bleibe, müsse er sich der Zeit anpassen. «Wir wollen uns wieder auf das konzentrieren, was uns von anderen unterscheidet: qualitativ hochstehende Textil-Handarbeiten», sagt Dobrew. Um diese besser vermarkten zu können, hat das Heimatwerk ein neues Label entwickelt. Dessen Namen bringe die Produktionsweise des Heimatwerks auf den Punkt: «vo Hand» lautet der geschwungene Schriftzug, der die neuen Verkaufsartikel auszeichnet.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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