Was ist das Exotischste, das sie je gegessen haben?
Heinz Vorhofer: Wie definiert man exotisch? Ich bin nicht gezielt auf der Suche nach immer noch wilderen Zutaten, pro biere aber alles. Die speziellsten Dinge, die mir spontan einfallen, sind etwa Krokodilfleisch oder Strausseneier.
Was halten Sie davon, dass in der Schweiz bald Insekten aufgetischt werden?
So etwas ist sicher lustig, um es einmal auszuprobieren, aber ich denke nicht, dass in ein paar Jahren jedes Restaurant ein Insektengericht auf der Speisekarte hat. Spezialitäten aus anderen Ländern sind nur gemeinsam mit der passenden Umgebung wirklich ein Genuss. Nehmen Sie einen italienischen Ristretto als Beispiel. Diesen während der Ferien in der Sonne zu schlürfen, ist etwas anderes, als ihn am Bahnhof zu trinken, während man auf den Zug wartet. Dasselbe gilt wohl für Insekten. Auf einem Markt in Thailand frisch frittiert sind etwa Heuschrecken ein anderes Erlebnis als in einem Schweizer Restaurant. Es wird wohl in Zukunft einzelne Speziallokale in grossen Agglomerationen geben, die Insekten anbieten. Ob sich diese Restaurants behaupten können, ist eine Frage der Zeit.
Also einfach ein weiterer Foodtrend, der sowieso wieder verschwinden wird?

