Seit einiger Zeit flattert und klappert es bei der Brauerei Uster: Zum ersten Mal nistet ein Storchenpaar auf dem Kamin. «Sie sind jeden Tag da», sagt Esther Mare, Verkaufsleiterin der Brauerei. Obwohl der Platz unterhalb des Nests bereits sehr verkotet sei, habe man in der Brauerei Freude an den neuen Bewohnern. «Störchen einen Platz bieten zu können, ist etwas Besonderes», sagt Mare. Sie vermutete zuerst, dass es sich beim Storchenpaar, das bei der Brauerei nistet, um die Vögel handelt, die Jahre zuvor den Kamin der Lokremise am Bahnhof bewohnten. «Dort gab es ja Bauarbeiten», sagt sie. «Ich vermute, dass die Störche darum hierher umgezogen sind.»
Tiere blieben unbeeindruckt
Tatsächlich mussten im September viele Backsteine des Kamins ersetzt werden. Für die Bauarbeiten waren Gerüste am Kamin nötig – doch die Störche liessen sich bereits im Herbst nicht stören. Dass auf der Lokremise auch jetzt wieder Störche wohnen, zeigt eine fest installierte Webcam. Ob es das gleiche Paar ist, ist noch ungewiss.
Dass sich ein Storchenpaar bei der Brauerei niedergelassen hat, freut auch Storchenexperte Max Zumbühl. Er ist zurzeit im ganzen Kanton unterwegs, um sich ein Bild der diesjährigen Storchenpopulation zu machen. «Das Paar bei der Brauerei habe ich noch nicht selber gesehen», sagt er. Er sei aber auch seit Längerem schon nicht mehr in Uster gewesen.
Platz für 40 Storchenpaare

