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Störche nisten auf der Brauerei Uster

Zwei Störche haben die Brauerei Uster als neues Zuhause gewählt. Woher sie kommen, ist ungewiss. Denn die anderen Storchenpaare der Stadt haben ihre Nester ebenfalls bereits bezogen. Auch die Lokremise ist wieder bewohnt.

Zum ersten Mal nistet ein Storchenpaar auf dem Kamin der Brauerei Uster. (Bild: Nicolas Zonvi), Zum ersten Mal nistet ein Storchenpaar auf dem Kamin der Brauerei Uster. (Bild: Nicolas Zonvi), Zum ersten Mal nistet ein Storchenpaar auf dem Kamin der Brauerei Uster. (Bild: Nicolas Zonvi), Zum ersten Mal nistet ein Storchenpaar auf dem Kamin der Brauerei Uster. (Bild: Nicolas Zonvi)

Störche nisten auf der Brauerei Uster

Seit einiger Zeit flattert und klappert es bei der Brauerei Uster: Zum ersten Mal nistet ein Storchenpaar auf dem Kamin. «Sie sind jeden Tag da», sagt ­Esther Mare, Verkaufsleiterin der Brauerei. Obwohl der Platz unterhalb des Nests bereits sehr verkotet sei, habe man in der Brauerei Freude an den neuen Bewohnern. «Störchen einen Platz bieten zu können, ist etwas Besonderes», sagt Mare. Sie vermutete zuerst, dass es sich beim Storchenpaar, das bei der Brauerei nistet, um die Vögel handelt, die Jahre zuvor den Kamin der Lokremise am Bahnhof be­wohnten. «Dort gab es ja Bauarbeiten», sagt sie. «Ich vermute, dass die Störche darum hierher umgezogen sind.»

Tiere blieben unbeeindruckt

Tatsächlich mussten im September viele Backsteine des ­Kamins ersetzt werden. Für die Bauarbeiten waren Gerüste am Kamin nötig – doch die Störche liessen sich bereits im Herbst nicht stören. Dass auf der Lok­remise auch jetzt wieder Störche wohnen, zeigt eine fest installierte Webcam. Ob es das gleiche Paar ist, ist noch ungewiss.

Dass sich ein Storchenpaar bei der Brauerei niedergelassen hat, freut auch Storchenexperte Max Zumbühl. Er ist zurzeit im ­ganzen Kanton unterwegs, um sich ein Bild der diesjährigen Storchenpopulation zu machen. «Das Paar bei der Brauerei habe ich noch nicht selber gesehen», sagt er. Er sei aber auch seit ­Längerem schon nicht mehr in Uster gewesen.

Platz für 40 Storchenpaare

Dass sich nun ein weiteres Storchenpaar in Uster niedergelassen hat, ist für den Experten keine Überraschung. «Störche verteilen sich oft nicht so regelmässig, wie wir uns das wünschen.» Durch ihre Lage zwischen dem Greifensee und dem Pfäffikersee sei die Stadt Uster ein idealer Lebensraum für ­Störche. «Dass Nester zum Teil nahe beieinander liegen, ist kein Problem», sagt Zumbühl. «In Uster hätte es genügend Platz für 30 bis 40 Storchenpaare.»

Laut Max Zumbühl beginnen die Störche Anfang April mit dem Brüten. «Es kann sein, dass in ­einigen Nestern jetzt schon Eier liegen», sagt er. Das Nest auf dem Kamin bei der Brauerei hingegen scheint auf den Bildern noch ­etwas dürftig. Da haben die ­beiden Störche in den nächsten ­Tagen noch einiges zu tun.

Die Störche auf dem Kamin der Lokremise können via Webcam beobachtet werden.

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