Der Widerstand gegen das Verkehrskonzept während der Bauarbeiten an der Egger Forchbahn-Haltestelle war gross. Während im Dorfzentrum ein Einbahnregime vorgesehen war, sollte der Lokalverkehr über Quartierstrassen umgeleitet werden. Im letzten Dezember gingen fünf Einzel- und zwei Sammeleinsprachen mit insgesamt rund 200 Unterschriften gegen das Verkehrskonzept ein. Und die Forchbahn AG handelte.
Gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde wurde nach Alternativen für den Lokalverkehr im Dorfzentrum gesucht und die neue Variante den Einsprechern Ende Januar präsentiert: Vorgesehen ist neu eine Verkehrsführung im Gegenverkehr im Bereich der Baustelle. Allerdings muss dazu die Forchstrasse entlang dem Zentrum Rössli und dem Gemeindehaus um rund drei Meter verbreitert werden. Diesem Schritt fallen die heute bestehenden Grünrabatten zum Opfer, die nach Abschluss der Bauarbeiten aber wieder instand gesetzt werden. Nun liegt das Projekt auf.
Teure Alternative
«Diese Option wurde bereits während der Planungsarbeiten geprüft, aber wegen der Kosten in Höhe von rund 100'000 Franken wieder verworfen», sagt Markus Amrein, Bereichsleiter Infrastruktur bei der Forchbahn AG. Die Projektänderung sei eine vorübergehende Lösung, die trotz den reduzierten Fahrspurbreiten den Gegenverkehr für Autos bis 7,5 Tonnen sowie den Zubringerdienst erlaube. Für den Schwerverkehr ist die Forchstrasse im Abschnitt Rällikerstrasse bis Meilenerstrasse in beide Richtungen gesperrt. Dieser wird via Esslingen umgeleitet.
Dass von einer Verkehrsumleitung des Lokalverkehrs abgesehen wird, freut die Anwohner der Quartierstrasse, die diesen direkt vor der Haustür gehabt hätten. Besonders der zusätzliche Verkehr durch die Stegstrasse gab im vergangenen Dezember zu reden. Denn der Gemeinderat entschied im Herbst 2016, die Durchfahrt dauerhaft zu sperren. Dies, weil die Stegstrasse vermehrt als Schleichweg und Zubringer zur Dreifachturnhalle gebraucht wird. «Diese Strasse weist jedoch eine sehr geringe Breite auf und ist mit keinem Trottoir versehen», heisst es im Protokoll der Gemeinderatssitzung von Anfang September 2016. Auf einem Abschnitt könne zudem kaum ein Fahrzeug gleichzeitig mit einem Fussgänger kreuzen. Dies führe fast täglich zu heiklen Situationen (wir berichteten).

