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Politik

Rekurse blockieren Bistro-Pläne am Seequai

Möglicherweise wird das Bistro am Pfäffikersee erst ein Jahr später als geplant gebaut. Grund dafür sind zwei Rekurse, die noch beim Bezirksrat hängig sind.

Die höchste Hürde schien genommen, damals, an der Gemeindeversammlung vom letzten Juni: Die Pfäffiker sagten nach langem Ringen Ja zum Bau eines Bistros am Seequai. Doch kurz darauf folgte ein Dämpfer: Beim Bezirksgericht Pfäffikon gingen zwei Rekurse ein. Die beiden Rekurrenten zweifelten den Kredit von 1,42 Millionen Franken an, mit dem das Bistro gebaut werden soll (wir berichteten).

Bis heute sind die Rekurse hängig – zum Ärger des Gemeinderats.  «Der Bezirksrat hat uns mitgeteilt, dass er uns seinen Entscheid bis Ende März kommunizieren wird», sagt Liegenschaftenvorsteherin Erika Walt (parteilos). Die Zeit sei knapp bemessen. Ursprünglich war der Baubeginn im kommenden Winter eingeplant und die Eröffnung an Ostern 2018 vorgesehen. Entsprechend sollte der grösste Teil des von der Gemeindeversammlung bewilligten Kredits für den Bistro-Bau im Budget 2018 erstellt werden; dieses wird im Sommer erstellt. «Der Gemeinderat muss deshalb möglichst bald wissen, wie der Bezirksrat entschieden hat und ob der Kredit im Budget aufgenommen werden kann.»

Walt hofft, dass der Entscheid tatsächlich rechtzeitig mitgeteilt wird. «Sonst müssen wir den Baustart um ein Jahr verschieben.» Wegen der vielen Veranstaltungen im Sommer könnten die Bauarbeiten nur in der kalten Jahreszeit erfolgen. Sie sei enttäuscht vom Bezirksrat, sagt Walt: «Wir warten nun seit über einem halben Jahr. Ich verstehe nicht, warum er die Rekurse nicht schneller behandelt.»

Mehr Personal angestellt

Gemäss Bezirksratsschreiberin Karin Weyermann muss der Bezirksrat grundsätzlich innert 60 Tagen seit Abschluss der so genannten Sachverhaltsermittlungen über einen Rekurs beschliessen. «Diese Frist ist sehr knapp bemessen», sagt Weyermann. Aufgrund der hohen Arbeitslast sei ein Entscheid in dieser Zeit oft nicht möglich. Dies sei auch in anderen Bezirken des Kantons so. In den Jahren 2015 und 2016 seien die Fallzahlen sehr hoch gewesen. Besonders die vielen Kesb-Fälle seien heikel und aufwändig (siehe Box). Diese müssten zudem häufig wegen hoher Dringlichkeit prioritär behandelt werden.

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