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Politik

«Es herrscht teils der Glaube, die Maschine könne alles besser»

Über hundert Unfälle hat der Hinwiler Daniel W. Knecht bereits untersucht. Ein Gespräch über die Tücken der Automatisierung, den Umgang mit Fehlern und vorschnelle «Experten».

Das Gefährlichste am Fliegen sei der Weg zum Flugplatz, sagt man. Sie mögen diesen Satz nicht. Weshalb?

Daniel W. Knecht: Die Fliegerei ist grundsätzlich sicher. Je nachdem, wie man sie mit dem Strassenverkehr vergleicht, kann man das eine oder andere Verkehrsmittel als «sicherer» erscheinen lassen. Vergleicht man die Zeitspanne, während der man sich einem Risiko exponiert, ist die Verkehrsfliegerei etwa in der­selben Grössenordnung wie der Strassenverkehr. Die allgemeine Luftfahrt hingegen ist deutlich gefährlicher.

Die Fliegerei mit Klein­flugzeugen ist also unsicher?

Nein, das kann man nicht per se so sagen. Die Leichtaviatik ist anspruchsvoll, weil der Pilot alle Entscheidungen allein fällen muss. Er hat nicht so viele Informationsmittel wie in einem Zweimann-Cockpit – das zeigt sich am Ende in der Unfallrate.

Die Unfallrate in der Linienfliegerei ist rückläufig. In der Kleinaviatik nicht?

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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