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Küchenkrise – so vermeiden Sie jede Katastrophe

Silvester steht vor der Tür. Ob edles Mehrgang-Menü oder Tischgrill: Essen ist zentraler Bestandteil solcher Festtage. Doch in der angestrebten Perfektion lauern oft Gefahren. Die Ustermerin Ursula Schmid, Co-Autorin des Bestsellers «Tiptopf», gibt Tipps, wie die Küche nicht zum Krisenherd wird.

Man sollte ein Menü auswählen, bei dem nur ein Gang Fleisch enthält, meint die Ustermer Köchin Ursula Schmid. (Screenshot: Youtube), Ursula Schmid: «Finger weg vom Soufflé!» (Bild: zvg)

Küchenkrise – so vermeiden Sie jede Katastrophe

Das ganze Menü ist geplant, Sie stehen in der Küche und wollen den Rahm für das Schoggimousse schlagen – doch Sie müssen feststellen, dass Sie vergessen haben, Rahm zu kaufen. Was sollte man über die Festtage immer zu Hause haben, um solchen Katastrophen vorzubeugen?

Ursula Schmid: Milch, Kochbutter, Zucker, Mehl, dunkle Schokolade, Früchte und im Tiefkühler Vanilleglace und ausgewallter Blätterteig. Mit diesen Grundzutaten ist man auf der sicheren Seite.

Noch keine Idee fürs Neujahrsdessert? Lassen Sie sich inspirieren (Quelle: Youtube):

Für Kochfans, die den beliebten Tasty-Kanal noch nicht kennen: Unter diesem Link gibts noch viele weitere Rezepte im Schnelldurchlauf.

Welches ist Ihrer Meinung nach das ideale Menü für eine Feier wie Weihnachten oder Silvester?

Für die einen ist es wichtig, mit mehreren Gängen aufzuwarten, für andere stimmt es, wenn Raclette, Fondue chinoise oder ein Ofenfleischkäse serviert werden. Dies auch dann, wenn die Zeit knapp ist und man vielleicht die Kochkünste nicht so beherrscht. In vielen Familien gibt es ein traditionelles Menü, darauf würde ich Rücksicht nehmen. Wesentlich ist, dass es für alle Beteiligten «stimmt», man gemeinsam, friedlich ein Weihnachtsessen geniessen kann und Zeit füreinander hat.

Raten Sie Gastgebern, denen ein perfektes Essen wichtig ist, alles selber zu bewältigen oder sich Hilfe von Familienmitgliedern zu suchen?

Warum nicht Familienmitglieder einbeziehen? Das kann entspannend wirken und positiv auf das Fest einstimmen. Eine meiner Freundinnen kocht zusammen mit ihrer Schwiegertochter das ganze Weihnachtsmenü. Bei mir hilft der Partner beim Schneiden von Gemüse- oder Fruchtwürfelchen, glasiert Zimtsterne oder übernimmt die Dekoration des Tischs. Er macht das perfekt und heimst dafür gerne das Lob der Gäste ein. Es gibt auch die Möglichkeit, dass ein Gast den Apéro, der andere das Schinkli im Brotteig, der dritte das Dessert mitbringt und der vierte für die Weihnachtsguetsli und den Kaffee verantwortlich ist. Von dieser Variante weiss ich, dass sie immer auf grosse Unterstützung stösst.

Immer mehr Personen leben vegetarisch. Sollte man das Festmenü ganz ohne Fleisch zubereiten, wenn nur einer in der Runde ein Vegetarier ist?

Das kommt darauf an. Ich wähle ein Menü aus, bei dem nur ein Gang – meistens der Hauptgang – Fleisch enthält. Die übrigen Gänge bereite ich fleischlos zu, was nicht schwierig ist. Es kann ein Menü sein, das sich ohne grosse Änderungen auch für Vegetarier eignet wie etwa Pastetli. Die Fleischfüllung lässt sich einfach durch eine schmackhafte Gemüsefüllung ersetzen.

Was ist Ihrer Meinung nach wichtig bei der Planung des Weihnachtsmenüs, um Küchenstress zu vermeiden?

Wichtig ist, dass sich möglichst viel vorbereiten lässt. Bei der Zubereitung des Fleischs bevorzuge ich das Niedergaren. Da spielt es keine Rolle, ob das Fleisch eine halbe Stunde länger im Ofen ist, weil sich die Gäste verspätet haben oder länger beim Apéro verweilen. Da kommt in der Küche kein Stress auf. Die Sauce kann fixfertig vorbereitet werden, und bei einer offenen Küche wird nicht der ganze Raum mit Bratenduft zugedeckt.

Von welchem Gericht soll man die Finger lassen, da es zu schwierig oder zu risikoreich ist?

Dazu gehören für mich ein Soufflé, das zusammenfallen kann, eine Zabaione, die kurz vor dem Servieren warm aufgeschlagen werden muss, und komplizierte A-la-minute-Gerichte.

Was gibt es bei Ihnen?

Marinierte Randensterne mit Granatapfelsauce und kleinem Salatbouquet, ein Prosecco-Süppchen mit Thymian-Grissini. Dann Kalbsnierstück mit Balsamico-Portweinsauce und kleinen Gemüsestrüdelchen und zum Dessert ein geschichtetes Marroni-Vanille-Mousse mit Passionsfrüchten und Mailänderli.

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