Milliarden von Mitteilungen werden weltweit jeden Tag über das internetbasierte Kurznachrichtensystem Whatsapp verschickt. Viele der Mitteilungen enthalten Beleidigungen und sogar strafbare Aussagen – nur: Kaum je hat so etwas Folgen für den Absender.
Vier Sexnachrichten geschickt
Ganz anders ein Fall aus dem Zürcher Oberland, wie ein kürzlich erlassener Strafbefehl zeigt. Eine damals 20-jährige Deutsche aus Wetzikon hatte einer anderen Frau eines Morgens im November 2015 vier Nachrichten geschickt. Alles Nachrichten mit sexuellem Inhalt, der gegen die Empfängerin gerichtet war. Primär wurden dabei die Geschlechtsorgane der Frau mit negativen Dingen in Verbindung gebracht. Höhepunkt, beziehungsweise hier eher Tiefpunkt, der kleinen Serie von mit Schreibefehlern gespickten Texten war dann der Hinweis «Ach und beim naehsten arschfick wuerde ich auch schauen das du nicht gleich deinen kackhaufen verlierst».
Die Texte für sich allein waren schon schlimm. Doch es wurde noch schlimmer: Die Nachrichten wurden nämlich nicht nur an die Empfängerin geschickt, sondern in einem Gruppenchat gleich an vier weitere Personen verbreitet.
«Primitive Äusserungen»

