Politik

Die Lounge für unterwegs

Als Teenager handelte er auf Ricardo, heute hat er seinen eigenen Onlinehandel. Sandro Hottiger über «Made in China» und seine luftige Sitzgelegenheit.

Die Lounge für unterwegs

«Seit ich 13 Jahre alt bin, kaufe und verkaufe ich Waren online.» Der heute 23-jährige Sandro Hottiger ist ein echter Verkaufsprofi. Das bisher grösste Projekt des ZHAW-Studenten: die Airlounge. Eine Art Sitzsack, den man ohne Pumpe mit Luft füllt und einfach in Tasche oder Rucksack packen kann.

Es war einmal

«Jeder kennt Ricardo. Dort habe auch ich angefangen», erzählt Sandro Hottiger. Mit 13 Jahren hat er das erste Mal etwas eingekauft, um die Ware teurer weiterzuverkaufen. Sein Ziel war, sich so ein bisschen Taschengeld dazuzuverdienen. Während der Lehre musste er jedoch andere Prioritäten setzen. «Die Idee blieb mir immer im Hinterkopf. Ich wusste, dass ich irgendwann ein grösseres Projekt aufziehen möchte», erinnert sich der 23-jährige Oerliker zurück.
Seit dem 9. Mai 2016 ist dieses in vollem Gange. Mit dem Verkauf von «Airlounges» hat sich der Betriebsökonomiestudent einen Taum erfüllt. Obwohl das Produkt bereits existiert, boomt der Onlineshop von Sandro Hottiger. Pro Monat verkauft er im Durchschnitt 1000 Stück. Dies liege an der guten Qualität. «Es gab schon ähnliche Produkte. Jedoch qualitativ schlecht und deshalb auch günstig zu kaufen. Es war mein Ziel, eine Sitzgelegenheit aus besseren Materialien anzubieten», erklärt er.

Für das Richtige entschieden

2014 reiste der Zürcher dafür nach China, an die «Canton Fair». Dies ist die grösste Import- und Exportmesse, die es im Land gibt. Dort knüpfte er Kontakte, die nun für ihn produzieren. Bedenken wegen «Made in China» hatte er keine. Qualität sei eine Frage der Agentur, die man auswähle. Heute verkauft der 23-Jährige ein Produkt, das überzeugt. «Meine ‹Airlounge› kann man ohne Probleme auf Kiesgrund benutzten. Sie ist robust», wirbt Sandro Hottiger. Bald sind alle 5000 Stück verkauft, die seit Mai gelagert werden. Das beweise ihm, das richtige Produkt gewählt zu haben. «Ich muss wohl bald nachbestellen», meint er lachend.

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