Abo

Politik

Tosoni Metzg in Effretikon – Schluss nach knapp 40 Jahren

Die Metzgerei der Tosonis gibt es ab Samstag nicht mehr. Das Ehepaar hört nach 56 Jahren altershalber auf. Neu zieht die Ziegler Metzg mit einer Filiale in das Haus an der Bahnhofstrasse in Effretikon.

Fast 40 Jahre lang führten Enrico Tosoni und seine Frau Lucia die Tosoni Metzg in Effretikon. Nun verabschieden sie sich «schweren Herzens» von ihren Kunden. «Wir werden die vielen schönen Begegnungen vermissen», sagt Lucia Tosoni. Am Samstag hat das Geschäft zum letzten Mal offen, bevor eine Woche später die Ziegler Metzg mit einer Filiale in die Bahnhof­strasse 19 einziehen wird. Mit dem Unternehmen hätten sie «die perfekte Nachfolge gefunden», sind die Tosonis überzeugt.
Das Ehepaar hat seit 1960 eine eigene Metzgerei: 18 Jahre in Zürich, 38 Jahre in Effretikon. «Ich habe für diesen Beruf gelebt», sagt Enrico Tosoni. Inzwischen sind er und seine Frau 82 Jahre alt – es sei Zeit, sich mit dem Ruhestand zu befassen.

Geschäft in "guten Händen"

«Uns ist bewusst, dass die Fussstapfen der Familie Tosoni gross sind», sagt André Harder, Marketingverantwortlicher der Ziegler Metzg. Die Tosonis sind froh, ihr ­Geschäft «in gute Hände» übergeben zu können. «Mit 21 habe ich selbst für Grossvater Ziegler gearbeitet», sagt der 82-jährige Enrico Tosoni. Er spricht vom Gründer der über 100-jährigen Metzgerei, die auch Filialen in Oerlikon und Neerach hat. «Die Firma hat nicht umsonst verschiedene Standorte. Das ist ein super Betrieb», so Tosoni. Er und seine Frau werden auch weiterhin in der Metzgerei anzutreffen sein – auf der anderen Seite der Theke.

Liegenschaften verkauft

Enrico und Lucia Tosoni haben die Firma Ziegler Delikatessen nicht selbst als Nachfolger ausgewählt. Vor einiger Zeit haben sie ihre Effretiker Liegenschaften an der Bahnhofstrasse 19 und 21 sowie an der Bruggwiesenstrasse 1 an die Immobilien-firma Bereuter verkauft. Diese wiederum brachte die Ziegler Metzg für die Räumlichkeiten ins Spiel. Die Metzgerei kann laut André Harder bleiben, wenn Bereuter in naher Zukunft das bestehende Gebäude abreissen wird und etwas Neues baut. Das ist zumindest der Plan.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.