Stetig züngelt die Flamme gen Himmel, seit 94 Jahren schon. 18 Meter hoch ist die Bronzeplastik auf der Forch. Die eherne Opferflamme – sie erinnert an die in den Weltkriegen gefallenen Wehrmänner aus dem Kanton Zürich – soll ein ewiges Mahnmal sein.
Doch dieses bröckelt. Genauer gesagt, der Betonsockel, aus dem die Flamme in die Höhe schiesst. Zwar wurde dieser 1990 saniert und verstärkt, doch braucht es aufgrund altersbedingter Schäden erneut eine Reparatur. Die tragende Betonkonstruktion, der Flammensockel sowie die Treppenstufen, welche die Stufenpyramiden hochführen, müssen instand gesetzt werden.
«Der Sockel aus Stahlbeton ist hohl und es tropft hinein», sagt Roman Blöchlinger, Geschäftsleiter des mit den Arbeiten betrauten Ingenieurbüros Blöchlinger Partner AG aus Küsnacht. Teilweise sind die Pfützen im Innern rostrot, was auf rostenden Betonstahl hindeutet. «Damit es nicht schlimmer wird, müssen wir die Risse und Fugen abdichten», sagt der Ingenieur.
In kleinen Schritten voran
Am Montag haben die Arbeiten, die der Kanton Zürich in Auftrag gegeben hat, begonnen. Sie werden von der Denkmalpflege der kantonalen Baudirektion begleitet. 220 000 Franken betragen die Kosten voraussichtlich, die Sanierung dauert ein Jahr. An der Ewigkeit gemessen, und dafür wurde die Flamme ja gebaut, ist das natürlich nicht viel. Einen Sterblichen hingegen dünkt die Bauzeit doch erstaunlich lang.

