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Zwischen zweifarbigen Nagellackpfützen

«Leben mit Stil» ist der Lifestyle-Blog von Züriost und behandelt Themen rund um Körper, Seele und Stil. Heute: Ein Laie auf den Spuren von Nagel-Designerinnen.

Ein möglichst tolles Design, möglichst einfach in der Anwendung - so sollte der perfekte Nagelschmuck sein. (Bild: Lea Chiapolini), Mit einer Silikonpaste werden die Teile des Nagels, die nicht mit Farbe in Berührung kommen sollten, abgedeckt. (Bild: Lea Chiapolini), Tropfenweise werden beim Water Marbling die Nagellacke in das Wasserglas geträufelt, sodass mehrere ineinander gelegte Ringe auf der Wasseroberfläche entstehen. (Bild: Lea Chiapolini), Mit einem Zahnstocher kann das Design noch weiter verfeinert werden. (Bild: Lea Chiapolini), Durch das Eintauchen des Fingers in das Wasser wird die Farbe auf den Nagel übertragen. (Bild: Lea Chiapolini), Das Ergebnis: eher enttäuschend. Die beiden Farben scheinen sich übereinander gelegt zu haben, sodass nur noch Violett zu sehen ist. (Bild: Lea Chiapolini), Bei der Ombré-Technik werden die Farben mithilfe eines Schwamms mehrere Male auf den Nagel aufgetupft. (Bild: Lea Chiapolini)

Zwischen zweifarbigen Nagellackpfützen

Wunderschöne Nägel, dekoriert mit tollen Designs, jedoch möglichst einfach und zeitsparend in der Umsetzung. Davon träumt wohl jede Frau. Ich habe mir schon unzählige You-Tube-Videos angesehen von mehr oder weniger professionellen Nail-Designerinnen, die mehr drauf hatten als nur eine Schicht Nagellack und fertig. Ich fragte mich immer wieder: Könnte ich das auch? Vor kurzem wagte ich den Versuch und probierte zwei Methoden aus, deren Ergebnis aufwendig wirkt, in der Umsetzung aber einfach scheint. Beide Designs benötigen zwei verschiedene Nagellacke. Ich entschied mich für einen dunkelvioletten und einen türkisen Farbton.

 

Beim sogenannten Water Marbling werden die beiden Farben tropfen- und abwechslungsweise übereinander in ein Glas mit Wasser geträufelt, sodass mehrere ineinander gelegte Ringe auf der Wasseroberfläche entstehen. Mit einem Zahnstocher kann das Muster noch weiter verfeinert werden. Dann sollte man den Finger einfach in das Glas tauchen können, um die Farbe auf den Nagel zu transportieren.

 

Da der ganze Finger in die Farblache getaucht wird, empfiehlt es sich, die Haut rund um den Nagel entsprechend abzudecken. Dafür kaufte ich mir eine extra für solche Nageldesigns konzipierte Silikonpaste, die um die Nägel aufgetragen wird, beim Tauchvorgang die überschüssige Farbe auffängt und am Schluss einfach abgeschält werden kann.

 

Das Programm begann mit der Applikation der Silikonpaste Erfolg versprechend. Als ich begann, den Nagellack in das Wasserglas zu tropfen, wurde es jedoch bereits kompliziert. Der Lack schien zu dickflüssig, die Farben blieben wie aufgetürmt an Ort und Stelle. Die Bearbeitung mit einem Zahnstocher stellte sich ebenfalls als nicht so einfach heraus, da der Nagellack trotz Wasserbett schnell trocknete und sich in eine zähflüssige Masse verwandelte. Also möglichst schnell den Finger hineingetaucht.

 

Das Ergebnis war ernüchternd. Zwar konnte man im grossen violetten Farbfeld einen kleinen Tupfer Türkis ausmachen, aber die dunkle Farbe schien alles zu überdecken. Da ich trotz Silikonbarriere ziemlich lange brauchte, um die ganzen Nagellackpfützen wegzuputzen, entschied ich mich gegen einen zweiten Versuch und für den Test des zweiten Designs.

 

«Ombré», der Verlauf zweier Farben, wurde zuletzt in Bezug auf die Haare als Trend bejubelt. Auch für die Nägel existieren viele Anleitungen. Wieder muss die Silikonpaste aufgetragen werden, denn die beiden Farben werden mit dem Nagellackpinsel nebeneinander auf einen Schwamm gestrichen und danach auf den Nagel getupft.

 

Diese Methode schien Erfolg versprechender. Zwar schien die Wahl von Violett und Türkis erneut nicht ganz optimal, aber das Design selber funktionierte. Ob das Verhältnis von Aufwand und Ertrag sich lohnt, muss jeder für sich entscheiden. Obwohl nach dem Versuch sowohl Wasserglas, Brünneli als auch Hände mit gefühlten zwei Litern Nagellack verschmiert waren, machte die ganze Aktion doch ziemlich viel Spass. Den Alltagstest haben die beiden Methoden aber definitiv nicht bestanden.

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