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Der E-Bike-Patron wird zum Konkurrenten

Gleich neben dem E-Bike-Shop von Mosè Munari in Uster zieht am 1. September Konkurrenz ein – und erst noch ein alter Bekannter. Doch eine ähnliche Situation am Bahnhof Wetzikon lässt ihn hoffen.

Im Neubau (links im Bild) direkt gegenüber von Mosè Munaris E-Bike-Shop wird die Migros-Tochter eine eigene M-Way-Filiale eröffnen. (Bild: Fabio Meier)

Der E-Bike-Patron wird zum Konkurrenten

Mosè Munari konnte den Sommer bisher nur beschränkt geniessen. Die anstehende Konkurrenz für seinen E-Bike-Shop in Uster bringt ihm einen Haufen Arbeit. Denn die Firma M-Way wird Anfang September einen eigenen Laden gleich auf der anderen Strassenseite aufmachen.

2013 eröffnete Munari als Franchisenehmer der Migros-Tochter M-Way direkt am Bahnhof Uster selber einen Laden. Damals war er schweizweit der erste, der den Laden als Franchisenehmer betrieb. Für diesen Pilotversuch wurde ein dreijähriger Vertrag ausgehandelt – dieser läuft Ende August aus.

Abbruch steht vor der Tür

«Bereits nach einem Jahr war klar, dass M-Way den Vertrag nicht verlängern würde», sagt Munari. Immerhin: «Ich hatte genügend Zeit, mich auf die neue Situation vorzubereiten.» Die Kunden würden ihn fragen, ob sie weiterhin mit ihren E-Bikes zu ihm kommen können, sagt Mosè Munari. «Das würde mich natürlich sehr freuen.»

Anfang September eröffnet M-Way den neuen Shop und zeitgleich öffnet Munari seinen Laden eBikeUster. Vorerst, denn im nächsten Frühling soll die Liegenschaft abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. «Ich habe noch kein neues Ladenlokal gefunden.» Er wolle auf jeden Fall in Uster bleiben.

Zu wenig Nachfrage

Nun muss er aber erst einmal alle Spuren, die an M-Way erinnern, aus seinem Shop entfernen. Banner mit dem M-Way-Slogan, Werbeplakate, sogar die Holzverkleidungen im Kassenbereich müssen verschwinden. Eine neue Website ist im Aufbau, dazu muss Munari mit allen Lieferanten das Gespräch suchen. Doch er kann den Veränderungen auch Gutes abgewinnen. «Durch die Ablösung von M-Way bin ich viel flexibler, kann freier auf Kundenwünsche reagieren, was wiederum mein Geschäft belebt», sagt er.

Laut Christine Laumanns von der M-Way AG wurde aufgrund der schwachen Nachfrage nach einem M-Way-Franchiseprogramm das Projekt nicht weiter- verfolgt und die Expansion mit eigenen Shops vorangetrieben. Für einen neuen Laden in Uster seien auch andere Standorte geprüft worden. Dies aufgrund der anhaltend positiven Nachfrage in der Region, und der Tatsache, dass von vornherein klar war, dass die Immobilie, wo sich der aktuelle M-Way-Shop befindet, abgebrochen wird.

Erfolg trotz geringer Distanz

«Aufgrund der idealen Voraussetzungen haben wir uns für den neuen Standort an der Brunnenstrasse 3 entschieden», sagt Laumanns. «Wir glauben, dass die anhaltend gute Nachfrage nach E-Bikes und die Angebotsdifferenzierung ausreichend Potenzial für mehrere Anbieter innerhalb derselben Region bietet.»

Mosè Munari ist gespannt darauf, wie sich die Situation ent wickeln wird. Dass gleiche Läden in geringer Distanz funktionieren können, sehe man am Beispiel Wetzikon, wo sich in der Nähe des Bahnhofs gleich drei Veloläden befinden. Oder dort, wo ein Coop aufmacht, bald eine Filiale der Migros eröffnet. «Ich hoffe, dass meine Kundschaft mir treu bleibt», sagt Munari.

Vom 1. bis 3. September findet an der Brunnenstrasse 4 die Eröffnung von eBikeUster statt. www.ebikeuster.ch

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