Mit einer gross angelegten Unterschriftensammlung setzten sich die Brüder Liam (11) und Noa Manca (13) dafür ein, dass in Egg ein Skatepark entsteht. Beide teilen die Leidenschaft für Inlineskates, Kick- und Skateboards – nur gab es in der Gemeinde bisher keinen geeigneten Platz, um sie auszuleben. Zwar entstand in der Nachbargemeinde Mönchaltorf vor eineinhalb Jahren ein Skatepark. Die Egger Jugendlichen nutzen ihn aber aufgrund der Busverbindungen kaum. Mit ihrer Mutter fuhren Liam und Noa darum regelmässig zu einem Skatepark nach Zürich, wo sich die Brüder selber Tricks beibrachten.
Im April letzten Jahres überreichten die beiden Schüler eine Petition mit 668 gesammelten Unterschriften an Sicherheitsvorsteherin Corinne Huber (ProEgg), um das Projekt Skatepark offiziell in Gang zu bringen.
Inzwischen hat sich die Jugendkommission mit dem Thema beschäftigt und der Gemeinderat hat eine zweiteilige Umsetzung beschlossen. «Da es sich bei den Initianten um Kinder handelt und sie den Weg der Petition gewählt haben, ist es für ihre politische Bildung wichtig, dass sie zeitnah eine Wirkung erfahren», sagt Gemeindeschreiber Tobias Zerobin. «Daher soll ein für drei Jahre befristetes Projekt auf dem Schulhausplatz Zentrum lanciert werden.»
Immer unter Aufsicht
Die mobilen Geräte werden jeweils nach dem Gebrauch wieder im Spritzenhäuschen der Schule untergebracht. Während der dreijährigen Testphase ist der Kinder- und Jugendbeauftragte Roland Rüegg als Projektleiter für den Betrieb zuständig. Seine Aufgabe besteht insbesondere darin, bei allfälligen Unstimmigkeiten zwischen den Betreibern, Nutzern und Anwohnern zu vermitteln und die Grund lagen für die Auswertung am Ende des Projekts zu sammeln.

