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Riesenpilze in Ustermer Garten

Bereits im Juli tauchten in der Region schon verschiedene Pilze aus dem Boden auf, die es sonst erst im Herbst gibt. Ein speziell grosses Exemplar wuchs in Niederuster.

Sonja Weidmann mit ihrem Pilzfund. (Bild: Seraina Boner)

Riesenpilze in Ustermer Garten

Des einen Freud ist des anderen Leid: Während die Bauern wegen der starken Regenfälle in den letzten Monaten viele Ernteausfälle zu beklagen hatten, freuten sich die Pilzfreunde. Denn nach dem vielen Regen wuchsen in der Region Pilze, die man normalerweise erst im Herbst findet.

Prompt öffnete die Stadt Uster die Pilzkontrolle bereits Ende Juli und damit fast einen Monat früher als in vergangenen Jahren. In der Zwischenzeit folgte auf das trübe Wetter aber eine trockene und heisse Zeit, die den Pilzen gar nicht bekam. «Ich hatte nicht damit gerechnet, dass trotzdem ein paar Sammler vorbeikommen und auch schon eine stattliche Artenvielfalt mitbringen würden», sagt die Ustermer Pilzkontrolleurin Käthi Weber.

Fund beim Jäten

Von den Auswirkungen des Wetters auf die Pilze konnte sich auch Sonja Weidmann überzeugen: An einem Baum im Garten ihres Elternhauses in Niederuster wuchsen tellergrosse Exemplare. Sie wollte gerade hinter dem Haus Unkraut jäten, als sie die Pilze entdeckte. «Kurz darauf machte ich den Gärtner, der ums Haus arbeitete, auf den Fund aufmerksam», sagt sie. Dieser hatte die Pilze ebenfalls gesehen und zeigte grosses Interesse.

Laut Weidmann waren alle neugierig, ob die Pilze essbar sind. Am Morgen hätten sie ganz verlockend erdig gerochen – am Nachmittag allerdings nicht mehr so. «Sollten sie essbar sein, so hätte ich in meinem Gärtner bereits einen dankbaren Abnehmer gefunden», sagt Weidmann lachend. «Da die Pilze so gross sind, könnte man wohl mit einem einzelnen Exemplar eine ganze Familie sattkriegen.» Leider stellten sich die Pilze aber als ungeniessbar heraus.

Oft ungeniessbare Arten

Die Pilzler, die bisher zur Kontrolle kamen, sind laut Käthi Weber vor allem erfahrene Sammler. Das heisst jedoch nicht, dass weniger ungeniessbare Exemplare aussortiert werden mussten als bei Laien. «Personen, die häufig auf Pilzsuche gehen, bringen meist auch einzelne unbekannte Pilze zum Kennenlernen mit», sagt Käthi Weber. Unter diesen seien oft auch ungeniessbare Arten.

Bis nächsten Mittwoch müssen sich Pilzliebhaber noch gedulden, bevor sie wieder auf Streifzüge gehen dürfen. Während in umliegenden Kantonen andere Regeln gelten, ist im Kanton Zürich vom 1. bis 10. jedes Monats das Sammeln von Pilzen verboten.

Die Pilzkontrolle Uster befindet sich an der Tannenzaunstrasse 8 in den Räumlichkeiten der Ludothek Uster. Es sollen nur Pilze zur Kontrolle gebracht werden, die auch bekannt sind, schreibt die Stadt Uster auf ihrer Website. Von unbekannten Pilzen soll jeweils nur ein schönes Exemplar zur Bestimmung mitgebracht werden. Im Kanton Zürich darf pro Person und Tag maximal ein Kilogramm Pilze gesammelt werden. Weitere Informationen auf der Website der Schweizerischen Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane www.vapko.ch.

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