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Was halten Sie von Hunden im Büro?

In vielen Geschäften dürfen die Hunde mittlerweile ins Büro mitkommen. Zwei Hundetrainerinnen erzählen, was sie davon halten. Wie stehen Sie zum Thema Hunde im Büro? Diskutieren Sie mit!

Was halten Sie von Hunden im Büro?

Laut einer Studie der Banfield Tierklinik in Portland, USA, steige mit der Präsenz von Hunden im Büro die Arbeitsmoral und die Effektivität der Mitarbeiter. Gleichzeitig sinke auch der allgemeine Stresslevel.

So einfach sei das jedoch nicht, findet Franziska Rettenhaber, diplomierte Hundetrainerin und Geschäftsführerin der Hundeschule Wolfschool in Bäretswil. Man sollte sich das gut überlegen. Die Leiterin von «Duke’s Hundeschule» in Auslikon, Manuela Ceccon, findet das hingegen eine gute Lösung, sofern man sich neben der Arbeit genug Zeit für den Hund nimmt.

Finden Sie, dass es sinnvoll ist, den Hund mit an den Arbeitsplatz zu nehmen?

Franziska Rettenhaber: Grundsätzlich ist es natürlich besser, wenn der Hund bei seinem Menschen sein kann und nicht alleine bleiben muss. Trotzdem ist das immer relativ. Wenn ein Hundehalter bereit ist, den Hund vor der Arbeit, am Mittag und am Abend gut auszulasten, dann sind die Stunden im Büro kein Problem. In dem Fall kommt es ja nicht darauf an, ob der Hund zu Hause oder im Büro auf seinem Platz liegt. Ist jedoch der Halter nicht bereit, sich neben der Arbeit die Zeit zu nehmen, dann wird man dem Tier nicht gerecht.

Manuela Ceccon: Der Hund ist am liebsten mit seinem Partner zusammen und dabei spielt es keine Rolle, wo das ist. Somit ist es für Hund, Halter und Arbeitskollegen eine Bereicherung – vorausgesetzt, der Hund wird in der Freizeit gut ausgelastet.

Was muss ein Hund unbedingt können, wenn man ihn an den Arbeitsplatz mitbringen möchte?

Rettenhaber: Er muss zuverlässig und ruhig auf seiner Decke liegen bleiben, auch wenn der Halter sich vom Platz entfernt. Und natürlich darf er keinerlei Aggressionen gegen andere Menschen zeigen oder Mitarbeiter stören und belästigen.

Ceccon: Diese Sachen kann man anfangs zum Beispiel mit Kindersicherheitstüren üben. So kann man den Aufenthaltsbereich des Hundes eingrenzen, bis er es gelernt hat.

Worauf sollte man sonst achten?

Rettenhaber: Dass der Chef und sämtliche Mitarbeiter einverstanden sind. Und man muss sich bewusst sein, dass sich die Situation schnell ändern kann. Sollte ein neuer Mitarbeiter allergisch sein oder ändert der Chef seine Meinung, dann muss man eine andere Lösung für den Hund bereit haben.

Ceccon: Es ist auch wichtig, dass der Hund sauber und gepflegt ist. Einen stinkenden, nassen Hund möchte wohl niemand gerne am Arbeitsplatz haben. Man sollte auch darauf achten, dass die Mitarbeiter den Hund nicht dauernd ansprechen.

Jemand möchte sich einen Hund anschaffen, ist aber arbeitstätig. Was würden Sie raten?

Rettenhaber: Wenn man 80 oder 100 Prozent arbeitet, dann sollte man sich die Anschaffung eines Hundes sowieso zwei- oder dreimal überlegen. Man weiss nie, ob der neue Hund mit der Situation – acht Stunden ruhig unter dem Tisch liegen – auch klarkommen wird.

Gibt es Rassen, die dafür besser geeignet sind als andere?

Rettenhaber: Grundsätzlich nein. Ob der Hund mit der Situation klarkommt, hängt immer vom einzelnen Tier und dem Hundehalter ab.

Ceccon: Wegen der Fellpflege eignen sich kurzhaarige Hunde sicherlich besser. Es gibt nur wenige Rassen, die sich meines Erachtens weniger eignen: Zum Beispiel Herdenschutzhunde würde ich nicht empfehlen oder auch sogenannte scheue Strassenhunde wären überfordert.

 

Sind Sie der Meinung, dass Hunde am Arbeitsplatz für ein positives Klima sorgen? Oder finden Sie, dass man einem Hund nicht gerecht wird, wenn er acht Stunden unter dem Tisch liegen muss? Diskutieren Sie mit und schreiben Sie Ihre Meinung ins Kommentarfeld am Ende des Artikels!

 

 

 

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