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Friedhofsvandalen wüten weiter

Seit Februar haben Vandalen auf dem Egger Friedhof einen Schaden in Höhe von rund 10'000 Franken angerichtet. Obwohl letzte Woche mehrere mutmassliche Täter ausfindig gemacht wurden, hat sich die Situation laut Friedhofgärtner Jürg Christen kaum verbessert.

Auf dem Egger Friedhof wüten seit Februar Vandalen. (Bild: zvg/Polizei Egg), Sie reissen Pflanzen heraus, zerschlagen Leuchtmittel und beschädigen Mobiliar. Die Kosten belaufen sich auf knapp 10'000 Franken. (Bild: zvg/Polizei Egg), Letzte Woche konnten die mutmasslichen Täter ermittelt werden. (Bild: zvg/Polizei Egg)

Friedhofsvandalen wüten weiter

Herausgerissene Pflanzen, zerschlagene Leuchtmittel, beschädigtes Mobiliar – der Egger Friedhof wurde in den letzten Monaten regelmässig von Vandalen heimgesucht. Die Kosten für die seit Februar angefallenen Reparaturen belaufen sich laut dem Gemeinderat auf knapp 10’000 Franken. Letzte Woche konnten die mutmasslichen Übeltäter «im jugendlichen ­Alter» ermittelt werden.

Friedhofgärtner Jürg Christen arbeitet seit sieben Jahren in Egg. «In dieser Zeit kam es noch nie zu derart vielen Vorfällen», sagt er. «Vor zwei Monaten habe ich 20 neue Lampen gekauft. Jetzt habe ich nur noch sechs auf Reserve.» Die Grabsteine seien von den Vandalen in Ruhe gelassen worden – vorerst. «Die Grabstätten liegen wohl nicht auf dem Weg, den die meisten Personen durch den Friedhof nehmen», sagt Christen.

Warum gerade in diesem Jahr so viele Vandalen wüten, kann er sich nicht erklären. «Es gibt immer Wellenbewegungen, da spielt auch das Wetter eine grosse Rolle.»

Hinterbliebene haben Priorität

Obwohl die mutmasslichen Täter im jugendlichen Alter sind, will Jürg Christen die Jugendlichen  nicht per se verurteilen. «Wenn sie sich einfach auf dem Friedhof aufhalten und niemanden stören, ist das kein Problem.» Aber er stellt klar: «Der Friedhof ist für Personen da, die Ruhe suchen. Die Bedürfnisse der Hinterbliebenen haben Priorität.» Darum müsse auch er regelmässig Jugendliche, die auf dem Friedhofareal rumrennen oder kreischen, wegweisen. «Die Jugendlichen werden immer da sein, aber das ist nicht das Hauptproblem. Was nicht geht, ist die bewusste Zerstörung der Umgebung – das ist eine unhaltbare Situation.»

Neue Verhaltensregeln

Um den Vorfällen entgegenzuwirken, wurden neue Verhaltensregeln an den Eingängen des Friedhofs angeschlagen. Konkret wird der Friedhofsgärtner dazu ermächtigt, Personen oder Gruppen wegzuweisen, die sich ohne Grund auf dem Areal aufhalten oder durch unangebrachtes Verhalten auffallen. Dazu gehören gemäss dem Gemeinderat «das Konsumieren von alkoholischen Getränken und Drogen, Rauchen sowie das Abspielen von Tonwiedergabegeräten und Littering». Zu Vorfällen ist es laut Friedhofgärtner Jürg Christen trotzdem erneut gekommen. «Bei der Kirche wurden leider schon wieder Lampen beschädigt.»

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