Ab 1. Oktober werden sie neu eine Grundgebühr von 290 statt 90 Franken pro Haushalt bezahlen. Damit will der Gemeinderat Mehreinnahmen von 710 000 Franken generieren, um die Spezialfinanzierung der Wasserversorgung aus den roten Zahlen zu bringen.
D iese ist schon seit 2009 defizitär und zeigt momentan einen Negativsaldo von 744 000 Franken auf. «Die Bereiche Wasser, Abwasser und Abfall werden durch Spezialfinanzierungen abgerechnet, die nicht durch Steuern, sondern durch Gebühren finanziert werden – oder werden müssten», sagt Tobias Zerobin, Gemeindeschreiber von Egg. Momentan werde der Negativsaldo von der Gemeinde finanziert – damit zwar durch Steuereinnahmen, jedoch als Kredit der Gemeinde in einem Schuldverhältnis.
Eine Tariferhöhung der Grundgebühr im Oktober 2013 von 20 auf 90 Franken sowie die Erhöhung der Wasserzähler miete und des Frischwasser tarifs hatte Mehreinnahmen von rund einer halben Million Franken pro Jahr erwirkt. Dennoch sind laut dem Gemeinderat heute zusätzliche Mehrerträge von rund 250 000 Franken zur Deckung des Aufwands sowie jährliche Mehreinnahmen von 200 000 Franken für den Schuldenabbau und die Sanierung der Spezialfinanzierung nötig.
Fragen offen
Bereits tauchten erste kritische Stimmen aus der Bevölkerung auf. «Mit Verwunderung nehme ich zur Kenntnis, dass die Wassertarife in Egg pro Haushalt angepasst werden – und das nicht moderat, sondern um 322 Prozent», sagt der Egger Werner Senn, der sich selber als «aufmerksamer Bürger, der die Finanzen immer im Auge hat» bezeichnet.

