Mückenplage. Dieses Schlagwort taucht fast jeden Sommer auf, wenn die Mücken schlüpfen. In den letzten Wochen war es nach den starken Regenfällen wieder so weit. Mücken legen ihre Eier in Wassernähe, in feuchten oder sumpfigen Biotopen ab. Die Eipakete sind oft trockenresistent, und die Larven schlüpfen in der Folge erst bei starkem Regen oder einer Überschwemmung.
Aufgrund der vielen geschlüpften Mücken musste der Gewerbeverein Greifensee-Nänikon bereits einen Anlass verschieben. Geplant war ein Gewerbetreff Mitte Juni in einem Garten beim Aabach im Städtli Greifensee. «Die Gastgeber haben die Verschiebung empfohlen», sagt Hermann Rosen, Präsident des Gewerbevereins. «Wir wollten uns die gemütliche Stimmung nicht durch die Plagegeister vermiesen lassen.» Seiner Meinung nach habe es in diesem Jahr erheblich mehr Mücken als in anderen Jahren. «Es ist ziemlich lästig, aber noch auszuhalten», sagt Rosen. «Am See sind die Mücken allerdings noch etwas aggressiver.»
Antibrumm immer dabei
Bereits im letzten Sommer folgte auf einen regenreichen Juni warmes Wetter, und viele Spaziergänger am Greifensee klagten über übermässig viele Mückenstiche. Damals wollten die Ranger der Greifensee-Stiftung noch nicht von einer Mückenplage sprechen. Und auch heute nicht: «Die Ranger sind auch der Meinung, dass wegen der feuchten Tümpel vermehrt Mücken am Greifensee sind», sagt Regula Hediger, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Greifensee-Stiftung.
Von einer Plage könne aber nach wie vor nicht die Rede sein. Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien bisher keine eingegangen. «In ihrem Rucksack tragen die Ranger aber immer ein Antibrumm mit, das sie auch an geplagte Spaziergänger ausleihen.»

