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Fitnessstunde Konzertbesuch

«Leben mit Stil» ist der Lifestyle-Blog von Züriost und behandelt Themen rund um Körper, Seele und Stil. Heute: Schritt für Schritt zur Fitness.

Konzertbesuch mit Nachwehen: heisere Stimme und Muskelkater. (Archivbild: Fabio Meier), Die App auf dem Smartphone wird mit den Daten aus dem Tracker gefüttert. (Screenshot: Lea Müller)

Fitnessstunde Konzertbesuch

Wenn man am Morgen aufwacht, weiss man ja meist bereits, ob die vergangene Nacht erholsam war. Bis vor zwei Wochen war das bei mir ebenfalls so. Doch nun bin ich im Besitz eines Aktivitäts-Trackers an meinem Handgelenk, der mir sagt, wie ich geschlafen habe. Nun weiss ich sogar, um welche Uhrzeit ich in der Nacht von einem Geräusch aus dem Schlaf gerissen wurde. Toll, nicht?

Den Tracker habe ich mir aus purer Neugier gekauft. Da er nur Bewegungen misst, ist er zudem viel zu ungenau für präzise Resultate. Liege ich am Morgen eine Stunde wach im Bett und bewege mich nicht, hat er das Gefühl, ich schlafe noch. Trotzdem ist es interessant, das eigene Leben aufgezeichnet zu sehen.

Der Tracker kann aber mehr, als nur die Schlafdauer aufzuzeichnen. Eigentlich wäre er ja in erster Linie dazu da, die eigene Fitness beziehungsweise die getätigten Schritte zu verfolgen. Verschiedene Organisationen empfehlen, jeder Mensch solle pro Tag mindestens 10‘000 Schritte tätigen. Auch der Tracker ist bereits bei Inbetriebnahme auf dieses Ziel voreingestellt.

Da ich jeden Tag auf meinem Arbeitsweg je 1,2 Kilometer zu Fuss hin und zurück bewältige, war ich mir ziemlich sicher, dieses Ziel locker erreichen zu können. Falsch gedacht. 8000 Schritte waren nach einem Tag im Büro das höchste der Gefühle. Zudem nahm ich wegen des Regens doch ab und zu den Bus, was meine Bilanz deutlich schmälerte. Sobald ich aber einen Nachmittag frei hatte, stieg die Anzahl Schritte jedoch rasant. Eine ausgedehnte Einkaufstour durch die Migros stellte sich als ergiebige Schrittquelle heraus.  

Was mich dann überraschte, war die Bilanz am  «Rock the Ring»-Wochenende in Hinwil. Kurz bevor die Band Queen am Freitagabend die Bühne betrat, vibrierte mein Tracker: das Zeichen, dass ich das Ziel von 10‘000 Schritten erreicht hatte. Nach dem Konzert, zwei Stunden später, zeigte er mir eine Schrittzahl von 15‘000 Schritten an, obwohl ich mich nicht vom Fleck bewegt hatte. Begeisterte Tanz- und Mitsing-Hüpfer gelten demnach auch als  Schritte. Am Sonntag kam es dann noch heftiger. Dieses Mal war ich gleich für mehrere Konzerte im Bezholzkreisel. Schrittebilanz: 19‘000.

Der Tracker misst die eigene Fitness also anhand der Schrittzahl. Nach diesem Wochenende ist mir etwas klar geworden: Konzertbesuche fallen in die Kategorie Fitness. Eine gute Nachricht für alle Sportmuffel – man muss sich einfach fit tanzen. Das konnte der Muskelkater in den Beinen am Montagmorgen bestätigen.

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