2010 baute Tadashi Kawamata die Brücke «Drift Structure» im Ustermer Zellweger-Park. «Wie ein Biberdamm soll sie aussehen», sagte der japanische Künstler damals. In dem Fall war die Kunst schneller vor Ort als die Natur, doch diese könnte nun nachziehen. «Wir trauten unseren Augen kaum – ein Biber an der Biberbrücke!», schrieb letzte Woche eine Leserin. Und sie blieb nicht die Einzige. Mehrere Spaziergänger meldeten «Regio» die Ankunft eines Bibers im Zellweger-Weiher.
Ausflug vom Greifensee
Auch Michael Adams konnte gemeinsam mit seiner Tochter Josephine Ivy einen Blick auf das Tier erhaschen. Der Biologe aus Wien, der heute direkt am Zellweger-Weiher wohnt, hat den Biber sofort erkannt. «Bei meiner Arbeit in Österreich habe ich entlang der Donau schon viele Biber beobachtet», sagt Adams. «In der Schweiz hatte ich bisher erst Biberspuren gesehen.»
Dass der Biber sich im Zellweger-Weiher niederlässt, glaubt Adams jedoch nicht. «Er hat wohl einen Ausflug vom Greifensee hierher gemacht. Die vielen Spaziergänger mit ihren Hunden werden ihn schnell wieder vertreiben.»
Mangelndes Nahrungsangebot

