Ein Besuch in einer Wohnung des neuen Wohnturms von Herzog & de Meuron im Ustermer Zellweger-Park beginnt mit einem Kontrast. Man betritt den dunklen Eingangsbereich durch eine grosse Holztür, kahler Beton herrscht vor, wenig Licht, nur von farbenfrohen, leuchtenden Kunstwerken an Wand und Decke durchbrochen. Ein Lift bringt den Besucher in den siebten und damit obersten Stock – und unvermittelt befindet man sich in der lichtdurchfluteten Wohnung von Dieter Schulte und Mathilde Schulte-Haller.
Blick in die Berge
Um den zentralen Essbereich, der mit einem Oberlicht versehen ist, gruppieren sich gegen aussen hin die vier Zimmer. Alle mit grossen Fenstern. «Jeder Blick bietet ein eigenes Bild», so Mathilde Schulte-Haller, die mit sichtlicher Freude durch die 5,5-Zimmer-Wohnung führt. Und dann steht man auf dem runden Balkon, der direkt ins Treppenhaus führt und der mit einem weissen Holzzaun umfasst ist. Der Ausblick auf die Berge – von den Churfirsten im Osten bis zu den Gipfeln der Zentralschweiz – ist phänomenal.
«Wir wohnten zuvor im Seefeld in Zürich», so Dieter Schulte, «und suchten eine Wohnung mit mehr Licht.» Neben diesem Hauptkriterium habe sie der sehr gute Ausbaustandard überzeugt. Auch schätzen die Pensionäre, dass die Wohnungen altersgerecht sind. Und die Privatsphäre: Jede Wohnung ist durch die raffinierte architektonische Anordnung vor seitlichen Einblicken geschützt und hat in einem grossen Reduit eine eigene Waschmaschine.
Demokratisches Wohnen

