Stöhnen. Und ab und zu, aber eben viel, viel zu wenig atmen. Das ist das Einzige, was der 35-Jährige noch macht. Der Rettungsdienst hat den Fallschirmspringer, der am Bachtel abgestürzt ist, soeben ins Spital gebracht. Die Erstdiagnose der Retter: ein Schädel-Hirn-Trauma, schwere Verletzungen am Brustkorb und am Becken.
Mehrere Massnahmen parallel
Nun liegt der Mann, dessen Leben an einem seidenen Faden hängt, im Schockraum des Spitals Uster. In jenem Teil der Notfallstation, wo alle lebensgefährlich Verletzten oder Erkrankten hinkommen. Das Team, das den Sportler betreut, gibt ihm sofort Sauerstoff, parallel dazu werden Blutdruck und Herzfrequenz erhoben, und ein Ganzkörper-Check wird durchgeführt. Es zeigt sich, dass die Lunge nicht mehr richtig arbeitet. Eine Chirurgin legt eine Drainage, um die Lunge zu entlasten, gleichzeitig bereitet die Anästhesistin alles vor, um dem Mann einen Schlauch in die Luftröhre einzuführen, damit er effektiver beatmet werden kann.
Endlich, nach 19 langen Minuten, verbessert sich die Atmung. Und dann tritt jemand in den Schockraum und sagt laut: «Vielen Dank! Szenario Ende.»
Herausfordernde Bedingungen

