Politik

Im Diensteinsatz für die Sicherheit der Schützen

Auf Inspektionstour mit Feldchefin Regula Kuhn beim Feldschiessen in Uster, Wetzikon und Fischenthal.

Im Diensteinsatz für die Sicherheit der Schützen

Schiessanlage Mühleholz in Uster, Samstagmorgen, kurz vor 10 Uhr: Regula Kuhn steht inmitten von Männern, die an der Ausgabestelle ihre 18 Patronen für den noch folgenden Schiesseinsatz mit der Pistole entgegen nehmen.

Die ehemalige SVP-Kantonsrätin aus Effretikon ist an diesem Tag als Feldchefin im Einsatz und hat ihre heutige Inspektionstour am Schiessplatz in Uster begonnen.

Politiker abgeholt

Zuvor hat sie bereits den Fahrdienst für Kantonsrat Hans Peter Häring geleistet und den EDU-Politiker aus Wettswil am Albis am Bahnhof Uster abgeholt.

Kuhn sitzt an diesem Tag am Steuer von Wagen 7 und hat insgesamt drei Passagiere an Bord – in den Bezirken Uster, Hinwil, Pfäffikon und Meilen sind an diesem Tag des Eidgenössischen Feldschiessens insgesamt sieben Fahrzeuge mit Gästen und Schützen unterwegs.

Im Element

Regula Kuhn, das ist der lebhaften 71-jährigen während des ganzen Tages anzumerken, fühlt sich in diesem Umfeld im Element. Sie schüttelt Hände, erkundigt sich nach erreichten Schiessresultaten und kommentiert diese. An Lob mangelt es nicht.

«Als Feldchefin habe ich vor allem den Auftrag, zu überprüfen, ob auf den Schiessplätzen die Bestimmungen eingehalten werden. Falls ein Schiessplatz die vereinbarten Schiesszeiten nicht einhalten sollte, interveniere ich», erklärt sie ihren Aufgabenbereich. Die Hauptaufgabe der Feldchefin sei aber, permanent ein Auge auf die sicherheitsrelevanten Aspekte zu werfen.

Das geschulte Auge hat die leidenschaftliche Schützin ganz bestimmt. In einem der drei von ihr am heutigen Tag besuchten Schiessständen ist ihrem Blick nicht verborgen geblieben, dass an einer Waffe ein Verschluss offen geblieben ist. Solche Situationen korrigiere sie umgehend.

Selber Abzeichen geschossen

Rasch ist 11 Uhr vorbei, Regula Kuhn bittet ihre Fahrgäste zur Weiterfahrt. Es geht nun zuerst zum Schützenhaus Wetzkon in Erlosen, bevor um die Mittagszeit die finale Station, nämlich der auf knapp 1000 Metern gelegene Schiessplatz Strahlegg angefahren wird.

Ein Erlosen heften sich gerade drei junge Burschen nicht ohne Stolz ihr Kranzabzeichen ans Shirt. Im Besitz dieser Auszeichnungen ist im Übrigen auch Regula Kuhn. Sie ist an diesem Tag mit jenen Abzeichen dekoriert, die sie am Freitagabend beim Schiessen mit Pistole und Gewehr in ihrem Heimschiessplatz in Luckhausen übergeben erhielt.

Die Mittagszeit ist bereits herangerückt. Es gilt, die geladenen Gäste auf den höchst gelegenen Schiessplatz im Kanton zu chauffieren. Dort wartet auf die gut gelaunte Schar im «Warteraum» der Schiessanlage – so jedenfalls  wurde die heimelig anmutende Schützenstube von Roland Grob, dem Präsidenten des Militärschiessvereins Strahlegg bezeichnet –, ein feines Mittagessen.

Ständerat am Feldschiessen

FDP-Ständerat Ruedi Noser  hat zwar schon längere Zeit an keinem Feldschiessen mehr teilgenommen, wie er einräumt. Gleichwohl hat an diesem Tag aber überzeugend «ins Schwarze» getroffen. Er platzierte er auf dem Schiessplatz Sternenberg am 300-Meter-Stand seine Treffer so auf der Feldscheibe B mit der stilisierten, dunkelgrünen Figur, dass er ein Punktetotal von 58 Zählern und damit auch das Kranzabzeichen erreichte.

Wie Ruedi Noser, der sich in der grünen Oberländer Landschaft sichtlich wohl fühlte, konnten auch Grünen-Kantonsrat Max Homberger (Wetzikon) und SVP-Kantonsrätin Jacqueline Hofer (Dübendorf) mit ihren Resultaten zufrieden sein.

Zufriedene Regula Kuhn

Ihre Zufriedenheit über einen insgesamt reibungslosen Schiesstag konnte auch Feldchefin Regula Kuhn beim abschliessenden Rapport zum Ausdruck bringen.

Quasi aus dem Augenwinkel hat sie Momente zuvor bemerkt, dass ein Schütze mit dem Magazin im Gewehr in den Anmeldebereich eintreten wollte. Auch dies wurde, ohne grosses Aufheben, unvermittelt korrigiert. (Marcel Vollenweider)

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