Erektil das Licht der Welt erblickte die Turm-Skulptur des Zürcher Künstlers Jürg Altherr vor acht Jahren am Fällander Skulpturenpark. An der aktuell wieder stattfindenden Open-Air-Skulpturenschau stand der rund 10 Tonnen schwere, aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigte und mit losen Stahlseilen fixierte Turm aufrecht im Wind.
Seitdem fristet die Turm-Skulptur vorwiegend ein horizontales Dasein. Von der Walder Bevölkerung mittels Abstimmung zu Fall gebracht – der damalige Besitzer, der Architekt Hannes Strebel, hatte das Werk vor der Weberei Hueb aufstellen wollen –, lagerte das Werk lange bei der Dübendorfer Empa. Nun liegt es seit eineinhalb Jahren beim Ustermer Buchholz, nachdem es per Schenkung in den Besitz der Stadt Uster übergangen war.
Neben der neuen Kantonsschule?
Ob die Turm-Skulptur in näherer Zukunft wieder seiner senkrechten Daseinsberechtigung zugeführt wird, ist indes fraglich. Hatte der Künstler selbst vor Jahresfrist erfreut verkündet, dass er sich « über den neuen Standort im Stadtpark Uster » sehr freue (wir berichteten), wurde diese Meldung von der Stadt Uster umgehend dementiert. Der « Turm » liegt bis heute auf dem Buchholz-Areal.
Ein neuer Hinweis auf einen möglichen Standort bietet die Internetseite des Berufsverbands visuelle Kunst, des Prix Visarte. Ein von Strebel verfasster Beitrag führt unter anderem aus: « Die Turm-Skulptur findet ihren endgültigen Standort beim neuen Gymnasium in Uster. (…) Die Turm-Skulptur wurde von der Stadt Uster als Teil ihres Skulpturenparks übernommen. »
