Angefahrene Hunde, die auf zwei Beinen durch die Gegend hinkten; abgemagerte Pferde, zusammengebunden an den Beinen, damit sie sich nicht vom Grundstück ihres Besitzers entfernten; verwundete, verwahrloste Katzen, übersät mit Zecken – was Christa Seiler aus Ottikon in Portugal sah, traf sie mitten ins Herz. «Ich bin mit Tieren aufgewachsen und hatte schon immer ein Herz für sie. Doch dort unten wurde mir erst bewusst, wie viele Tiere leiden.»
Vom Reitstall zum Tierheim
Die gebürtige US-Amerikanerin war mit ihrem Mann, einem Schweizer Hotelier, und ihren drei mittlerweile erwachsenen Kindern 1994 nach Portugal ausgewandert, um einen Reitstall zu eröffnen. Sie hatte 30 Pferde, gab Reitstunden und war als Dressurreiterin aktiv.
Doch nach kurzer Zeit wurde aus ihrem Anwesen eine Aufnahmestation für alle möglichen heimatlosen Tiere. «Ich nahm alle mit, die ich auf der Strasse fand – Ziegen, Schweine, Hunde und Pferde.» Sie päppelte sie wieder auf, behielt sie oder brachte sie bei Freunden und Bekannten unter. Schon bald war die Schweizer Tierretterin weitherum bekannt. Man brachte ihr verwundete Tiere oder rief sie zu Notfällen. Sie arbeitete mit lokalen Tierärzten und Behörden zusammen.
Gründung einer Stiftung

