Kann eine noch immer sehr knackige Ex-Miss-Schweiz gute Comedy machen? Ist Schönheit und Sexyness an sich nicht eine eher ernste Sache? Können Frauen überhaupt lustig sein?
Gardi Hutter als Wegbereiterin
Fakt ist, dass seit der clownesken Wegbereiterin Gardi Hutter und den legendären Acapickels in den 1990er Jahren immer mehr Schweizer Damen die Leute zum Lachen bringen. Anet Corti, Margrit Bornet, Helga Schneider oder Susanne Kunz zum Beispiel.
Und zu diesem Kreis gehört auch die 38-jährige Stéphanie Berger. Am Samstagabend locke sie über 200 Besucher ins Wetziker Scala.
Die eingangs formulierten Fragen können für Bergers Auftritt klar mit Ja beantwortet werden. Weil Stéphanie Berger neben dem weiten Feld der Geschlechterrollen auch ihre eigene Schönheit und ihre Sexyness auf die Schippe nimmt und damit einer Grundstruktur von Humor folgt. Baue eine Erwartung auf – schöne Frauen sind unnahbar, arrogant und stets gepflegt – und kehre diese um hundertachtzig Grad: Stéphanie Berger ist sehr direkt, selbstironisch, und sie tritt in Schlabberhosen auf.

