Da reibt sich jeder Finanzvorstand freudig die Hände: Die Jahresrechnung 2015 der Einheitsgemeinde schliesst statt mit einem budgetieren Aufwandüberschuss von 1,995 Millionen Franken mit einem Plus von gut 626 000 Franken ab. Bei Ausgaben von 23,522 Millionen und einem Ertrag von 24,150 Millionen Franken hat sich das Rechnungsresultat damit um 2,621 Millionen Franken verbessert.
Schon wieder. In den letzten Jahren wiesen die Jahresrechnungen immer ein unerwartet hohes Plus auf. So schloss die Rechnung 2011 knapp 6 Millionen besser ab als budgetiert. 2012 waren es 1,2 Millionen, 2013 betrug die Verbesserung 3,6 Millionen und 2014 rund 4 Millionen. Das Eigenkapital stieg über die Jahre entsprechend an, per Ende 2015 auf komfortable 39,4 Millionen Franken.
Mehr Gewinn bringt höhere Steuereinnahmen
Will der Gemeinderat mit einer stets zu konservativen Budgetierung etwa eine weitere Senkung des Steuerfusses verhindern? Dieser reduzierte sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf heute 93 Prozent, wo mit Greifensee nach Maur die steuergünstigste Gemeinde im Bezirk ist. «Keinesfalls», sagt Finanz- und Liegenschaftenvorstand Armin Mühlebach (CVP). «Bei den natürlichen Personen stimmen die Einnahmen immer mit dem Budget überein.»
Die Abweichungen seien stets durch höhere Steuereinnahmen durch juristische Personen zu begründen, sagt Mühlebach – und rechnet vor: «Erwirtschaften die Unternehmen wesentlich höhere Gewinne, dann macht das bei den Steuern schnell einige hunderttausend Franken aus.» Man müsse mit den Zahlen arbeiten, die man im Rahmen des Budgetprozesses von den Unternehmen erhalte. «Und wenn diese zu vorsichtig budgetieren, macht sich das eben auch in der Rechnung der Gemeinde bemerkbar.»

