Helikopter, wie sie die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) betreibt, sind eine gute Sache. Nur: Im Gegensatz zu einem Rettungswagen können sie bei ganz schlechtem Wetter nicht eingesetzt werden.
Dies zu ändern, ist das dominante Projekt der Rega für die nächsten Jahre. Einen der diversen nötigen Schritte dazu bildet die Beschaffung von allwettertauglichen Helis, wie sie Ende 2015 mit der Bestellung von drei Maschinen des Typs AW-169-Fips beschlossen wurde. Fips steht für Full Ice Protection System, auf Deutsch etwa «Enteisungsanlage». Verfügt ein Heli über ein solches System, kann er auch unter widrigsten Wetterbedingungen operieren – eben, wenn beispielsweise eine Vereisung wegen extrem tiefer Temperaturen droht.
Ab 2021 in der Luft
Bisher war nicht bekannt, wo die drei neuen, topmodernen Maschinen eingesetzt werden. Am Donnerstagmorgen, 7. April 2016, erklärte Rega-CEO Ernst Kohler an einer Medienkonferenz auf Anfrage, die Wahrscheinlichkeit sei gross, dass eine der AW-169-Fips auf der Basis in Dübendorf stationiert werde. Wo der zweite Heli hinkommt, dazu sagte Kohler noch nichts; der dritte Heli wird nicht fix stationiert, sondern als Ersatzmaschine fungieren. Die drei neuen Helikopter, welche laut Rettungsflugwacht «speziell auf die Bedürfnisse der Rega zugeschnitten» werden und für die man Investitionen von 50 Millionen Franken freigab, sollen ab dem Jahr 2021 fliegen.
Über 950 Einsätze ab Dübendorf geflogen

