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Comedy-Zwillinge feiern Premiere

Zwillinge, die sich selbst und ihre Heimat auf die Schippe nehmen: Ist das lustig? Eine Frage, welche ein Pfäffiker Brüderpaar an der Chesselhuus-Einweihung klären will – als Einstieg in die Comedy-Branche.

Comedy-Zwillinge feiern Premiere

Denen, die sie nicht kennen, fallen sie einfach auf: Sie sehen haargenau gleich aus, sie sprechen gleich, sie haben die gleiche Gestik und sogar einmal den gleichen Beruf, Rettungssanitäter, erlernt. Denen, die sie kennen, kommt noch heute ab und zu in den Sinn, wie die zwei in den 1980er Jahren an ihrem Wohnort Pfäffikon im zarten Alter von zehn Jahren ein Turnerchränzli moderierten und mit komödiantischen Einlagen bereicherten. Diese Beschäftigung mit Komödie oder, wie es heute meist heisst, Comedy, das «haben wir nie aus den Augen verloren, aber auch nie ausgebaut, obwohl wir immer wieder dazu angeregt wurden», sagen Matthias und Roland Portmann. Doch jetzt, im Alter von 39 Jahren, wollen es die Zwillingsbrüder wissen: Ist das, was sie seit dem Turnerchränzli-Auftritt und ab und zu mal in Form einer Einlage an einem Privatanlass von sich gaben, für mehr als nur einen kleinen Kreis lustig Entscheiden über diese Fragen werden die Besucher der Eröffnung des Chesselhuus in Pfäffikon am 9. Mai 2015. Dort treten die «Portmann-Zwillinge» erstmals vor grossem Publikum auf.

Gastauftritt von Beat Schlatter

Ihr Ziel: «die Leute unterhalten und zum Lachen bringen». Da an jenem Abend noch fünf weitere Gruppen oder Künstler auftreten, haben die Portmanns zum Erreichen dieses Ziels nur knapp 30 Minuten zur Verfügung. In dieser Zeit werden sie einerseits selbst geschriebene Szenen mit Elementen aus klassischem Kabarett, Sketches und Stand-up-Comedy «mit einem starken Bezug zu Pfäffikon» zeigen, zum Beispiel eine Wortwitzgeschichte über Firmen und Läden im ?Bezirkshauptort. Andererseits wird immer wieder ihr ungewöhnlicher Status als eineiige Zwillinge Thema sein.

Der Auftritt des speziellen Duos wird noch etwas spezieller durch einen Gast: Der Kabarettist Beat Schlatter, ein Freund der Brüder, wird in zwei Sequenzen mitspielen – und dabei, so viel verraten die 39-Jährigen, «das Geheimnis einer Pfäffiker Familie lüften».

Comedy als Ventil

Für Matthias Portmann, der heute als Kantonspolizist im Bezirk Uster arbeitet, und Roland Portmann, der Leiter Kommunikation von Schutz & Rettung Zürich ist, bedeutet Comedy machen nicht nur, Menschen zu unterhalten, sondern «es ist auch ein Ventil für unsere eigenen Flausen». Flausen, die die Familienväter trotz den bei Weitem nicht immer lustigen Szenen in ihrem Berufsalltag noch zuhauf haben. Der Auftritt an der Chesselhuus-Einweihung ist eine Art Versuchsballon. Und wie jeder Versuch kann der natürlich auch in die Hosen gehen. «Doch der Gwunder, auszuprobieren, ob unsere Comedy ankommt, ist grösser als die Angst vor dem Versagen.»

«Passion» für die Bühne

Eigentlich steht der Entscheid jetzt schon ziemlich fest: Die Brüder möchten nach dem 9. Mai auf der Comedy-Schiene weitermachen. Dass sie mit ihrer Art von Humor in Pfäffikon durchfallen, davon gehen sie nicht aus: Zu lange haben sie an ihren Nummern gefeilt, zu lange schon treibt sie «die Passion, auf der Bühne zu stehen. Es ist ganz einfach: Entweder es funktioniert – oder eben nicht.»

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