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Politik

Selbstversuch: «Cantaloupe Island» auf der Kirchenorgel

Redaktor Manuel Reimann versucht sich an der Orgel der reformierten Kirche in Uster. Im Rahmen eines Selbstversuchs kämpfte Reimann mit den vielen Knöpfen und Tasten des Instruments. Dieser Artikel ist schon älter, hat aber an seiner Aktualität nichts verloren.

Das war mal wieder eine Superidee: Herbie-Hancock-Jazzfunk-Klassiker «Cantaloupe Island» auf der grossen Orgel in der reformierten Kirche Uster. Früher hatte ich diesen Song im Griff. Allerdings auf dem Piano. Und her ist es auch schon über 20 Jahre, dass ich ihn mit meiner Kantiband spielte.

Seither sass ich fast nie mehr am Klavier, und Orgelklänge kenne ich in erster Linie von alten Synthesizern, auf denen ich ab und herumklimpere – Relikten aus dieser schon lange verflossenend Band-Zeit. Doch jetzt sitze ich auf der Bank vor der riesigen Orgel – erwartungsfreudig beobachtet von Fotograf und Videofilmer –und scheitere bereits vor dem ersten Ton. Denn: Ich drücke einige Tasten, aber anders als beim Klavier ertönt nichts. Hm...

«Schwellwerk» und «Rückpositiv»

Links und rechts von mir befinden sich reihensweise Kippschalter und Knöpfe. «Einfach probieren», ermutigt mich Stefan Schättin, Organist der reformierten Kirchgemeinde Uster. Ich betätige also mal einige der Kippschalter mit Aufschriften wie «Trompete» oder «Nachthorn». Immer noch nichts.

Auf der rechten Seite gibt es weitere Schalter, die von der Haptik her vermuten lassen, dass sie wichtiger Natur sind: «Schwellwerk», «Rückpositiv», Sie leuchten auf beim Drücken, ich liege wohl richtig und versuche es erneut mit dem Spielen.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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