Neue Nutzung der Garage Roos beabsichtigt
Jean-Philippe Pinto, Präsident des Verwaltungsrats der Näniker Garage Roos, erklärt, dass die Garage und Werkstatt seit dem 31. Dezember 2014 offiziell geschlossen sei. Grund für die Schliessung sei, dass kein Nachfolger gefunden werden konnte, der den Betrieb übernehmen wollte. Daneben haben die Grösse der Garage und die Direktimporte der Konkurrenz einen rentablen Weiterbetrieb nicht zugelassen.
In der ganzen Region gehe der Konzentrationsprozess auf wenige Grossgaragen weiter. In der Garage hatten vor der Schliessung in der Regel drei Mitarbeiter und ein Lernender gearbeitet. Alle Mitarbeiter haben einen neuen Job gefunden, was für den VR sehr wichtig war. Die Tankstelle soll aber weiter betrieben werden, um auch dem Ortsteil Nänikon und seinen Bewohnern eine nahe und günstige Tankmöglichkeit zu bieten. Auch Tankkarten können erworben werden, die eine Bezahlung durch Monatsrechnung ermöglichen.
Auf der grünen Wiese
Da die Garage nicht mehr im Betrieb ist, kümmert sich der VR laut Pinto in nächster Zukunft vor allem um die Liegenschaft und das Areal, auf der sie steht. Das Areal an interessanter Lage an der Zürichstrasse soll über kurz oder lang einer neuen Nutzung zugeführt werden. Welche, steht noch nicht fest. Ideen bestehen bereits. Dass die Garage wieder in Betrieb genommen werden könnte, schliesst Pinto derzeit aus.
Ein Auslöser für die Schliessung der Garage ist laut Pinto auch die Stilllegung des Autoabbruchs 2009. Er hat eine bewegte Geschichte hinter sich und beschäftigte über Jahre hinweg die Gerichte bis hinauf zum Bundesgericht. Das rund 40’000 Quadratmeter grosse Gelände des Abbruchs wird inzwischen durch den Verein Konkret genutzt. Der Verein wurde 2005 gegründet und übernimmt gemeinnützige Aufgaben in den Bereichen Natur- und Umweltschutz. Diese Nutzung ist für alle Parteien ein Glücksfall.
Der einstige Autoabbruch wurde etwas ausserhalb der Siedlung auf der grünen Wiese eröffnet, weil niemand einen solchen Betrieb in der Nähe haben wollte. Doch dann wuchs Nänikon und auch der Abbruch lief immer besser. Pro Tag besuchten bis zu 100 Kunden den Autoabbruch. Pro Woche wurden bis zu 30 Autos ausgeschlachtet. Die Zu- und Wegfahrten erreichten ein für die Anwohner unerträgliches Mass. Geschlossen wurde der Betrieb vom Kanton allerdings, weil er in der Landwirtschaftszone lag, wo er nichts verloren hatte, obwohl der Betrieb bei der Errichtung den gesetzlichen Vorgaben entsprach.

