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Plötzlich weniger Absteiger – Dübendorf und Uster freut es

In der 2. Liga interregional werden nach zwei Drittel der Meisterschaft einfach die Modalitäten geändert. Für Dübendorf und Uster verbessert sich dadurch die Ausgangslage.

Dübendorf (Cadima Lusiola) und Uster (Diego Kappler, vorne) haben gute Chancen auf den Klassenerhalt. (Archiv)

Foto: David Kündig

Plötzlich weniger Absteiger – Dübendorf und Uster freut es

Verband prescht vor

In der 2. Liga interregional werden nach zwei Dritteln der Meisterschaft einfach die Modalitäten geändert. Für Dübendorf und Uster verbessert sich dadurch die Ausgangslage.

Es ist ein erstaunliches Schreiben, das die Amateurliga des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) am Montag den Vereinen aus der 2. Liga interregional zustellt.

Nach genau zwei Dritteln der laufenden Meisterschaft verkündet sie darin: Statt 17 gibt es nur elf Absteiger. Dadurch werden neu inskünftig 70 statt 64 Mannschaften auf Stufe Interregio spielen.

Aufmucken dürfte gegen den Entscheid wohl kein Verein. Im Gegenteil: Durch die plötzliche Änderung steigen die Chancen für die abstiegsgefährdeten Teams, den Klassenerhalt zu schaffen.

Statt mindestens vier steigen pro Gruppe nur noch zwei Klubs ab. Plus drei der vier Gruppendrittletzten.

Zu viele Absteiger in zu wenigen Gruppen

In der Gruppe 4 dürfen sich Dübendorf und Uster darüber freuen, dass es plötzlich weniger Absteiger gibt. Der FCU war nach dem letzten Spieltag trotz einem Sieg über Frauenfeld als 13. sogar noch auf einem Relegationsplatz klassiert.

Der Entscheid der Amateurliga macht Sinn. Ab 2022 war die 2. Liga interregional innert zweier Saisons von 84 auf 64 Teams reduziert worden – in neu vier statt sechs Gruppen.

Mindestens ein Drittel aller Mannschaften pro Gruppe musste seither absteigen. Auch deshalb, weil gleichzeitig nichts an den Aufstiegsmodalitäten in den Regionalverbänden geändert wurde. Dies sorgte wiederholt für Unmut. Ein Interregio-Trainer sagte bereits vor der Saison: «Der Modus ist eine Frechheit.»

Die Unzufriedenheit bestätigt auch Philipp Bünter, Leiter Aktive beim FC Uster. «Das war immer ein Thema. Viele Vereine haben sich für eine Änderung stark gemacht.»

Und trotzdem ist es ein bemerkenswertes Vorgehen der Amateurliga – die Modalitäten während der Meisterschaft anzupassen.

Die Umsetzung vorgezogen

Im Rahmen eines Workshops hatte sich die Wettspielkommission bereits Anfang Jahr mit einer Erhöhung auf 70 Teams befasst. Der Plan: Diese nach einer Übergangssaison auf die Saison 2026/2027 zu vollziehen.

Doch dann ging alles plötzlich schnell. Im Rahmen der Frühjahreskonferenz der Amateurliga wurde den 13 Regionalverbänden vorgeschlagen, das Vorhaben per sofort umzusetzen. Diese stimmten dem Antrag wenig überraschend einstimmig zu.

Jetzt muss nur noch der SFV-Zentralvorstand die Anpassung am 23. Mai genehmigen. Sie dürfte eine Formsache sein.

Für die nächste Saison werden dann in der 2. Liga interregional wieder fünf Gruppen à 14 Teams gebildet.

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