Wirtschaft

Firma im Valley

«Chicken» war einmal: Planted gibt neue Produktnamen bekannt

Im Mai 2025 entschied das Bundesgericht: Fleischersatzprodukte dürfen keine Namen mehr haben, die auf tierischen Ursprung hinweisen. Nun hat die Firma aus Kemptthal neue Produktbezeichnungen lanciert.

Die Bezeichnung « Chicken» steht künftig nicht mehr auf den Verpackungen von Planted.

Foto: Manuela Matt

«Chicken» war einmal: Planted gibt neue Produktnamen bekannt

Firma im Valley

Im Mai 2025 entschied das Bundesgericht: Fleischersatzprodukte dürfen keine Namen mehr haben, die auf tierischen Ursprung hinweisen. Nun hat die Firma aus Kemptthal neue Produktbezeichnungen lanciert.

«Planted Chicken», «Planted Chicken Güggeli» oder «Planted Chicken Cripy Strips» gehören bald der Vergangenheit an. Nicht aber das Produkt, sondern nur der Name muss weichen: Neu heissen die veganen Fleischersatzprodukte künftig «Planted Nature», «Planted Güggeli Marinade» oder «Planted Crispy Strips». Damit reagiert das Unternehmen mit Sitz in Kemptthal auf das Urteil des Bundesgerichts von vergangenem Jahr.

Damals entschied das höchste Schweizer Gericht, dass Namen, die für «richtige» Fleischprodukte genutzt werden, für das pflanzliche Pendant unzulässig sind: Schwein, Poulet oder Rind werden also künftig den Produkten vorbehalten, die auch von diesen Tieren stammen. Was dagegen weiterhin erlaubt bleibt, sind allgemeine Begriffe wie «Steak», «Geschnetzeltes» oder «Wurst».

Planted reagiert gelassen

Planted hat nun reagiert und in einer Medienmitteilung von Dienstag die neuen Namen angekündigt – vorerst allerdings nur für die ehemaligen Planted-Chicken-Produkte. Bis spätestens Ende März würden alle Namen angepasst, heisst es. Das Unternehmen gibt sich weiterhin gelassen: «Das Schweizer Bundesgericht hat am 2. Mai 2025 festgehalten, wie nah die Produkte von Planted dem kulinarischen Original kommen – für uns ein klares Kompliment.»

Ein Steak auf einem weissen Teller. Das Steak besteht aus Fleischersatz, sieht aber sehr echt aus.
Wie dieses Planted Rindsfilet vorerst heissen soll, ist noch unklar

Gleichzeitig erinnere das Urteil laut Planted daran, dass Begriffe wie «Chicken» oder «Duck» historisch für Produkte tierischen Ursprungs stehen – und damit für ein System, an dem das Unternehmen bewusst nicht teilnehmen wolle.

«Rezeptur, Zutaten, Textur und Geschmack bleiben genau gleich – wir ändern lediglich die Namen», schreibt Judith Wemmer, Mitgründerin von Planted. «Unsere Produkte kommen weiterhin so auf den Teller wie bisher: gebraten, gegrillt, im Salat oder im Sandwich.»

Anpassungen betreffen nur den Schweizer Markt – vorerst

Die Anpassung betrifft ausschliesslich den Schweizer Markt. Parallel dazu hat die EU kürzlich beschlossen, die Verwendung bestimmter tierbezogener Bezeichnungen für pflanzenbasierte Produkte stärker zu regulieren –laut Planted ein weiteres Zeichen dafür, wie stark die Debatte rund um pflanzliche Alternativen inzwischen politisiert ist.

«Aus unserer Sicht hilft es Konsumentinnen und Konsumenten jedoch wenig, vertraute Begriffe aus dem Lebensmittelalltag zu verbannen», heisst es weiter in der Medienmitteilung.

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