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Pirates eröffnet Kiosk-Kurier – mit Caipirinha und Gummibärli

Statt an der Bar liefert das Pirates per sofort Longdrinks, Bier, Wein und Spirituosen per Kurier aus. Dazu gibt's ein breites Kiosk-Angebot. Allerdings hat die Sache einen Personal-Haken.

Den Caiprinha und andere Cocktails liefert das PIrates frisch von der hauseigenen Bar., Pirates-Chef Andy Gröbli sieht im neuen Kurier-Service namens Express Kiosk grosses Potenzial.

Foto: David Kilchör

Pirates eröffnet Kiosk-Kurier – mit Caipirinha und Gummibärli

Die Pandemie macht zuweilen kreativ. Das Pirates in Hinwil ist seit Monaten geschlossen. Doch die Event-Gastronomen entwickeln immer wieder neue Ideen, um zumindest teilweise arbeiten zu können. Über Ostern werden sie einige Wohnmobile aufstellen und darin Gäste vor dem Haus bedienen. Und ab Donnerstag sind sie mit einem neuen Standbein am Start: Dem Express-Kiosk.

Die Idee des Express-Kiosks weicht zumindest partiell vom Gastronomie-Konzept ab. Denn er liefert tatsächliche Kiosk-Waren: Schokoriegel, Pommes-Chips, Gummibärchen oder Zigaretten. «Dieses Angebot ist für Leute gedacht, die am Abend vielleicht vor dem Fernseher sitzen und spontan noch ein paar M&Ms wollen.» Oder für Leute, denen spätabends die Zigaretten ausgehen.

Frische Cocktails und Long Drinks

Doch das ist nur ein Aspekt des Express-Kiosks. Denn dieser liefert auch alkoholische Getränke zu den Kunden – und zwar nicht bloss industriell abgefüllte wie Wein, Biere oder Prosecco. Im Angebot stehen auch Longdrinks und Cocktails wie Caipirinhas, Mojitos und dergleichen, die frisch an der «Pirates»-Bar gemischt werden.

Dahinter steckt eigentlich die Idee, dass parallel dazu die Bar in Betrieb ist. «Wenn unser Personal also ohnehin bei der Arbeit ist, kann es gleich noch ein paar zusätzliche Bestellungen für den Kurierdienst erledigen.» Das Problem ist, dass die Bar wegen Corona bis auf unbestimmte Zeit geschlossen bleibt.

«Das Konzept hat meines Erachtens grosses Potenzial.»

Andy Gröbli, Pirates Hinwil

«Wir hatten das Konzept schon länger entwickelt und werden es nun trotzdem starten», sagt Gröbli. Das bedeutet zwar, dass die Lieferzeiten nicht gerade bis in die frühen Morgenstunden andauern. «Aber wir werden dennoch Personal aufbieten, das bis um Mitternacht Kundenwünsche entgegennimmt und die Waren ausliefert.»

Einzugsgebiet ist vorerst das Zürcher Oberland. Gröbli sagt, er wolle hier mal erste Erfahrungen sammeln. «Das Konzept hat meines Erachtens grosses Potenzial. Ziel wäre, dass wir es in die grösseren Städte wie Zürich oder Winterthur, je nachdem auch über die Kantonsgrenze hinaus ausweiten.

Zusammenarbeit mit anderen Partnern

Dann will er allerdings mit Partnern arbeiten und nicht überall eine eigene Infrastruktur errichten. «Vorerst läuft alles von Hinwil aus», sagt er. «Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das Konzept für bereits bestehende Kuriere interessant sein könnte. Sie würden dann einfach auf das Angebot aufspringen, das von uns definierte Sortiment übernehmen und unter dem Namen Express-Kiosk ausliefern.»

Los geht das Kiosk-Angebot bereits am Donnerstag, 1. April. «Wir hoffen natürlich auf eine gute Nachfrage während Ostern», sagt Gröbli. Viel wichtiger ist für ihn aber die mittel- und langfristige Entwicklung. «Wenn wir es über Eat.ch laufen lassen, hätte das enormes Potenzial in den grossen Städten, angefangen mit Zürich.»

Den Expresskiosk findet man unter www.expresskiosk.ch.

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