«Pfanni» am Boden – der Favorit jubelt nach Overtime-Krimi
Der UHC Pfannenstiel verliert auch Spiel drei der Viertelfinal-Serie gegen Kloten-Dietlikon 3:4 – und steht nach der Niederlage nun mit dem Rücken zur Wand.
Der UHC Pfannenstiel verliert auch das zweite Playoff-Spiel des Wochenendes mit nur einem Tor Differenz. Im dritten Viertelfinals-Duell (best of 5) unterliegt er Kloten-Dietlikon auswärts 3:4 in der Overtime. Den entscheidenden Treffer erzielte der Finne Pyry Kauppinen.
«Pfanni»-Offensivakteur Florian Hafner bilanzierte hinterher: «In der Verlängerung zu verlieren ist extrem bitter, aber es zeigt auch, dass wir die Qualität haben, mitzuhalten.»
Die Oberländer wollten nach der Heimniederlage reagieren, erwischten jedoch keinen optimalen Start. Der NLB-Qualifikationszweite übernahm früh das Spieldiktat und ging durch Manuel Rieder in Führung. Zwar setzte «Pfanni» immer wieder Nadelstiche – etwa durch Fabio Luchsinger oder in Überzahl durch Hafner –, doch lange fehlte die letzte Konsequenz. 26 Sekunden vor der ersten Pause sorgte Captain Florian Nideröst mit einem präzisen Abschluss ins weite Eck für den etwas schmeichelhaften 1:1-Ausgleich.
Van Welie mit Doppelschlag zum 3:1
Im zweiten Drittel zeigten die Gäste deutlich mehr Engagement. Daan Van Welie brachte sie nach Zuspiel von Marco Hurni erstmals in Führung (22.), ehe er nach einem mustergültigen Konter gar auf 3:1 erhöhte. Kloten-Dietlikon reagierte mit wütenden Angriffen, schnürte Pfannenstiel phasenweise ein und kam drei Sekunden vor der Sirene durch Niklas Nussbaumer zum Anschlusstreffer.
Das Schlussdrittel war geprägt von Intensität und Spannung. Nach dem 3:3-Ausgleich durch Cédric Schumacher (51.) wogte die Partie hin und her. Luchsinger hatte den Sieg in der Schlusssekunde auf dem Stock, doch Jan Lemke rettete mirakulös.
In der Verlängerung bewiesen die Unterländer den längeren Atem. Kauppinen traf zum 4:3 und bewahrte den Favoriten vor einer weiteren Überraschung.
Damit liegt der UHC Pfannenstiel in der Serie zurück – und ist somit am Freitag im Spiel vier vor eigenem Publikum unter Zugzwang. (crm)