Gesellschaft

Schöne Zeiten am Lagerfeuer

Pfader aus Uster und Greifensee geniessen ihre Ferien im Zelt

Ab Samstag bestreitet die Pfadi Uster-Greifensee wieder ihr Sommerlager. Kinder und Jugendliche verbringen dabei Zeit in Zelten in freier Natur. Was die Faszination ausmacht, darüber erzählen die Lagerleitenden.

Haben die Zelte gepackt (von links): Marcos De Sousa, Alessia Mannella, Flurin Matt und Aaron Frey.

Foto: Luc Müller

Pfader aus Uster und Greifensee geniessen ihre Ferien im Zelt

Ab Samstag bestreitet die Pfadi Uster-Greifensee wieder ihr Sommerlager. Kinder und Jugendliche verbringen dabei Zeit in Zelten in freier Natur. Was die Faszination ausmacht, darüber erzählen die Lagerleitenden.

SoLa: Die Abkürzung für Sommerlager weckt beim Schreibenden zahlreiche Erinnerungen. Fresspäckli, Lagerfeuer, Heimwehschmerz, Seilknoten, Duschen unter freiem Himmel und nasse Socken. Ab diesem Samstag schlagen 48 Kinder und Jugendliche zusammen mit ihren knapp 20 Leitenden von der Pfadi Uster-Greifensee ihre Zelte im Kanton Schaffhausen auf.

Dort, auf einer grossen Wiese eines Bauern, werden sie bis zum 25. Juli ihr Sommerlager abhalten. In diesem Jahr dreht sich alles um das Thema Piraten.

Am Lager nehmen Pfader, Mädchen und Jungs im Alter von 11 bis 14 Jahren, und Pioniere, 14 bis 17 Jahre alt, teil. Geleitet wird der Sommeranlass unter anderen von Alessia Mannella (19), Flurin Matt (22) und Aaron Frey (22). Sie gehören zum fünfköpfigen Lagerleitungsteam. Zur Gruppenleitung gehört Marcos De Sousa (20).

Zelte
In solchen Zelten nächtigen die Lagerteilnehmenden.

Die Lagerleitenden haben alle Kurse von J+S (Jugend und Sport) absolviert. «Wir sind auch auf schwierige Situationen vorbereitet», sagt Flurin Matt. Im Notfall, bei sehr schlechtem Wetter, könnten sie sich in einer nahe gelegenen Hütte einquartieren. Schon morgen Freitag ist ein Teil der Leitenden vor Ort, um mit dem Aufbau eines grossen Gemeinschaftszelts und mehrerer Küchenzelte zu beginnen.

Die Kinder und Jugendliche leben, Mädchen und Jungs getrennt, in Zelten, die Platz für sechs, acht oder zwölf Personen bieten. «Wir haben zahlreiche Aktivitäten vorbereitet, die sich alle um das Thema Piraten drehen», verrät Alessia Mannella.

Pfader als beste Freunde

«Ich finde es auch wichtig, dass man in der Pfadi auch Wissen mitgibt», sagt Marcos De Sousa. So gibt es im Lager auch Aufgaben, die sich um Pflanzenkunde oder Seilknoten drehen. Für das Quartett ist eines klar: «Das Naturerlebnis und die Gemeinschaft – das machen die Pfadi so besonders.»

Und weiter erklärt Flurin Matt: «Ich war schon als Kind in der Pfadi Uster-Greifensee dabei. Und auch heute zählen viele der Pfader noch zu meinen besten Freunden.» Und wie geht er als Leiter mit Kindern um, die Heimweh haben? «Es geht darum, die Kinder in solchen Situationen zu beschäftigen und abzulenken. Gemeinsam schauen wir von Etappe zu Etappe. Meist löst sich das Problem nach ein, zwei Tagen, und die Kinder fühlen sich in der Gemeinschaft aufgehoben.»

Hemd
Solche grünen Pfadihemden tragen die Leiterinnen und Leiter. Auf dem Rücken sind Stempel zu sehen, welche man nach jedem Lager erhält.

Wie hat sich die Pfadi in all den Jahren verändert? «Bei den Jüngeren ist die Pfadi wieder populär. Ganz früher gab es noch einen gewissen Drill – das ist längst nicht mehr der Fall», erklärt Aaron Frey. Auch sei nicht mehr obligatorisch, ein Pfadihemd und eine Krawatte zu tragen. «Viele machen es trotzdem gern, denn das Hemd verbindet – zudem bekommt man nach jedem Lager einen Stempel aufs Hemd.»

Das Sommerlager gehört jeweils zum Höhepunkt im Jahr. Ansonsten trifft sich die Pfadi Uster-Greifensee jeweils am Samstagnachmittag, um gemeinsam Zeit bei Spass und Spiel in der Natur zu verbringen – ganz nach dem Motto der Pfadi Uster-Greifensee: «Outdoor macht uns niemand etwas vor!»

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