Peter Hotz – eine Radiolegende aus Maur ist verstorben
Bekannte Stimme
Seine Stimme ertönte lange auf dem Radiosender DRS: Peter Hotz galt als wissbegierig und arbeitete mit namhaften Moderatoren zusammen. Ein Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte.
Ihn kennen ältere Sportfans mit Sicherheit. Über drei Jahrzehnte arbeitete der Maurmer Peter Hotz als Sportredaktor bei Radio DRS und prägte bis 2004 die Medienlandschaft gemeinsam mit bekannten Namen wie Beni Thurnheer. Anfang August ist Hotz im Alter von 80 Jahren in einem Pflegeheim in Maur jedoch verstorben, wie der «Klein Report» berichtet.
Seine Karriere nahm 1973 ihren Lauf, als er an einem Nachwuchsreporter-Wettbewerb von Radio Zürich teilnahm. Damals bewarb sich auch die spätere Radio- und TV-Legende Thurnheer, letztlich erhielt aber Hotz die Stelle. Ein Jahr später gelang auch Thurnheer der Sprung. Danach arbeiteten die beiden über Jahre Seite an Seite. Gegenüber dem «Klein Report» zeigt sich Thurnheer betroffen über den Tod seines damaligen Arbeitskollegen: «Das gibt mir einen richtigen Stich ins Herz.»
Für Hotz folgte nach dem Start in der Medienlandschaft schon bald ein Meilenstein. So hatte er bereits im Mai seinen ersten Liveeinsatz als Jungreporter an einem Leichtathletik-Meeting in Zug, wie SRF schreibt. Mit der Zeit etablierte sich Hotz zu einer prominenten Stimme von Radio DRS. Seine Reportagen von der Tour de Suisse, den Olympischen Spielen und beim Eishockey bleiben dabei in Erinnerung. Letztlich wurde er gemäss Thurnheer einer der ersten Experten der National Hockey League (NHL) in der Schweiz.

Zudem kannte man Hotz als Moderator zahlreicher Sportsendungen. Seine Stimme ertönte beispielsweise in der Kolumne «Wort zum Sport» auf DRS 1, aber auch bei Auftritten in der Sendung «Mailbox», wo er als sportliches Lexikon Hörerfragen beantwortete.
Der Telefonjoker
Im Umfeld galt Hotz als Kollege, der sich tief in Themen einarbeitete und sich deshalb in vielen Bereichen gut auskannte. Thurnheer erzählt davon, dass Hotz den Ruf hatte, alles über alles zu wissen. 2001 fungierte Hotz gar als Telefonjoker, als Thurnheer in der Schweizer Ausgabe von «Wer wird Millionär?» seine Hilfe benötigte.
Hotz’ Leidenschaft war einerseits im Beruf spürbar. So war seine sonore Stimme mit seinem ruhigen Zürichdeutsch-Dialekt auch nach der Pensionierung auf Radio DRS in Sendungen wie «Musikpavillon» oder «Sinerzyt» zu hören.
Andererseits pflegte Hotz eine Passion für seine Jazzplattensammlung und fürs Schachspielen, der er nach seinem schrittweisen Rückzug aus der Branche vermehrt nachging.