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Oberländerin Nina Valotti gewinnt Swiss Music Award

Nina Valotti aus Hombrechtikon gewann einen Swiss Music Award in der Kategorie «SRF 3 Best Talent». Auch am Tag danach fühlt sie sich noch überwältigt.

Oberländerin Nina Valotti gewinnt Swiss Music Award

Ausgezeichnete Newcomerin

Nina Valotti aus Hombrechtikon gewann einen Swiss Music Award in der Kategorie «SRF 3 Best Talent». Auch am Tag nach der Award-Verleihung fühlt sie sich noch überwältigt.

Am 19. März wurden im Zürcher Hallenstadion einmal mehr die Swiss Music Awards vergeben. Neben dem grossen Abräumer Hecht – gleich vier der begehrten Betonklötze konnte die Mundartband einsacken – durfte sich auch die Oberländer Sängerin Nina Valotti über eine Auszeichnung in der Kategorie «SRF 3 Best Talent» freuen.

Dass ausgerechnet sie gewonnen hat, davon ist sie auch tags darauf immer noch überwältigt: «Es fühlt sich an wie im Traum», erzählt sie spürbar aufgeregt am Telefon. «Es ist plötzlich alles mega schnell gegangen.» Noch vor gut einem Jahr war die Hombrechtikerin beinahe unbekannt.

Im Mai 2025 folgte ihr Debütalbum mit dem Titel «Fang nomal a», auf dem sie über Selbstzweifel und den Mut, trotzdem weiterzumachen, singt. Danach war sie Support-Act von Hecht und nahm mit Dabu Fantastic einen Song auf. Und nun badete sie plötzlich im tosenden Applaus des Hallenstadions.

Ein emotionaler Abend

Valotti war am Abend der Swiss Music Awards (SMA) sehr nervös. «Es war recht unangenehm, dort zu sitzen und nicht zu wissen, was passiert», erzählt sie. Als sie gewonnen habe, sei ihr ein enormer Stein vom Herzen gefallen. «Ab dann wars mega schön», berichtet sie. Es habe sich angefühlt, wie auf Wolken zu schweben.

Freude herrschte auch bei Valottis Familie. «In der Werbepause bin ich übers Geländer geklettert und zu ihnen gerannt. Dann sind die Emotionen hochgekommen.»

Die Swiss Music Awards sind zwar passé, doch Valotti steckt nach wie vor mittendrin. «Ich bin immer noch am Realisieren, dass ich gewonnen habe», berichtet sie. Es sei speziell, den Betonklotz in den Händen zu halten und zu wissen, «das ist jetzt wirklich meiner und nicht der von jemand anderem».

Für die Mundart-Popsängerin ist der Award auch eine Bestätigung für ihre bisherige künstlerische Arbeit: «Ich sehe die Auszeichnung als bisherigen Höhepunkt, seit ich öffentlich Musik mache.» So sei es auch ein persönlicher Sieg. «Es ist eine Bestätigung, dass es sich lohnt, an etwas dranzubleiben.»

Um den Titel «SRF 3 Best Talent» zu gewinnen, braucht man vor allem Stimmen aus dem Online-Voting, bei dem man im Voraus teilnehmen konnte. Dazu hat die Hombrechtikerin fleissig Wahlkampf betrieben: Auf Social Media, aber auch im lokalen Volg und an Schulkonzerten konnte sie Voterinnen von sich überzeugen.

Valotti hat grosse Zukunftspläne

Dass sie im Hallenstadion auch auf andere, teils sehr etablierte Musikgrössen traf, schüchterte die junge Künstlerin keineswegs ein. Für sie ist die Schweizer Musiklandschaft keine Konkurrenz, sondern eine Familie. «Ich habe das Gefühl, ich gehöre dazu, ich habe meinen Platz in dem Ganzen», sagt sie.

Der Betonblock selbst erhält nun einen ganz speziellen Platz, nicht nur in Valottis Herzen, sondern auch in ihrer Wohnung. «In meinem offenen Wohnzimmer befindet sich ein altes Holzregal von meiner Grossmutter. Darin steht bereits meine Debütplatte, und bald wird dort auch der Award sein Plätzchen finden.»

Nach dem Erfolg im Hallenstadion möchte die Solokünstlerin in Zukunft noch mehr liefern. Kommende Woche erscheint bereits ihr nächster Song «Au wenn’s weh tuet», der den Anfang einer Reihe weiterer frischer Musik markiert. Im Sommer spielt sie erneut viele Konzerte mit einer eigenen «Nina-Valotti-Tour». «Darauf freue ich mich bereits riesig», sagt sie.

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