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Wirtschaft

163'000 Übernachtungen

Oberländer Hotellerie verzeichnet ein solides Jahr

Noch nie haben so viele Touristen in einem Schweizer Hotel übernachtet wie 2025. Das Zürcher Oberland kann da nicht ganz mithalten. Doch dafür gibt es Gründe.

Zieht an schönen Tagen viele Ausflügler an: das Hörnli oberhalb von Steg. (Archiv)

Foto: Marc Dahinden

Oberländer Hotellerie verzeichnet ein solides Jahr

Fast 163’000 Übernachtungen

Noch nie haben so viele Touristen in einem Schweizer Hotel übernachtet wie 2025. Das Zürcher Oberland kann da nicht ganz mithalten. Doch dafür gibt es Gründe.

43,9 Millionen Logiernächte zählte Schweiz Tourismus im vergangenen Jahr, das ist ein Plus von 2,6 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2024.

Ganz ähnlich präsentiert sich die Lage in der Tourismusregion Zürich. Hier wurden 7,56 Millionen Übernachtungen gezählt – 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr und ebenfalls ein neuer Rekordwert. Die Tourismusregion Zürich erstreckt sich von Baden über Zürich/Winterthur bis nach Rapperswil und in den Kanton Zug. Auch das Oberland gehört dazu.

Die Region Zürcher Oberland trug exakt 162’836 Logiernächte zu diesem Rekord bei, das sind praktisch gleich viele wie im Vorjahr. Das habe mit der Herkunft der Gäste zu tun, erklärt Mirjam Wüthrich, die bei der Standortförderung Zürioberland das Geschäftsfeld Tourismus verantwortet: «60 Prozent unserer Gäste stammen aus der Schweiz. Das hat zur Folge, dass die Schwankungen geringer sind als andernorts.»

In der Tat unterscheidet sich die Gästestruktur im Oberland deutlich von jener der Tourismusregion Zürich als Ganzes: Dort entfallen nur rund 39 Prozent der Hotelübernachtungen auf den Inlandtourismus.

Dazu kommt ein zweiter Unterschied zwischen dem urbanen Zentrum und dem ländlichen Oberland. «Im langjährigen Vergleich zeigt sich, dass die Logiernächte in Zürich insbesondere im Freizeittourismus gewachsen sind», heisst es in der Jahresbilanz von Zürich Tourismus.

Zwischen Dübendorf und Hörnli sind es weniger Touristen, sondern mehrheitlich Geschäftsleute, Handelsreisende oder Handwerker, die in den insgesamt rund 1200 Hotelbetten nächtigen. «Leider werden keine Daten zu den Gründen für eine Übernachtung erhoben», sagt Mirjam Wüthrich. «Aber wir schätzen, dass ein grosser Teil unserer Gäste geschäftlich ins Oberland reist.»

Ausgerechnet der Juli

Ein starkes Indiz dafür ist der Umstand, dass ausgerechnet der Juli der schwächste der sonst starken Sommermonate ist. Im Juli machen die Leute Sommerferien – aber offensichtlich nicht im Zürcher Oberland. Wüthrich: «Bei Befragungen haben wir festgestellt, dass Hotels in urbanen Gebieten wie Uster, Wetzikon oder Hinwil insgesamt besser ausgelastet sind als Hotels in ländlichen Gegenden. Auch das deutet auf Businessreisen hin.»

Porträt von Mirjam Wüthrich: Sie trägt ein dunkles Sakko über einem hellen Shirt und hat lange braune Haare.
Mirjam Wüthrich leitet bei der Standortförderung Zürioberland das Geschäftsfeld Tourismus.

Die Standortförderung Zürioberland will bei der Tourismusförderung hier ansetzen. «Wir wollen mehr Wertschöpfung in der Region behalten, indem wir diese Leute animieren, mehr Zeit hier zu verbringen», sagt Wüthrich. «Vielleicht hängen sie nach Beendigung ihrer Aufgabe noch eine Nacht an.» Davon würden neben den Hotels auch Kulturstätten und die Gastronomie profitieren.

Luft nach oben gibt es auf jeden Fall. Um die 162’836 Übernachtungen in Relation zu setzen: Das Oberland ist damit für 2,12 Prozent aller Übernachtungen in der Tourismusregion Zürich verantwortlich. Und: Allein der Bündner Wintersportort Davos zählt jedes Jahr fünfmal mehr Logiernächte als die Bezirke Uster, Pfäffikon und Hinwil zusammen.

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