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Gesellschaft

Sonnensturm sorgte für Polarlichter über dem Oberland

Leuchtendes Magenta, irisierendes Grün und schillerndes Türkis: Polarlichter haben in der Nacht auf Samstag die Region erleuchtet.

ZO-Leserin Corinne Gasser lichtete das Spektakel in der Nacht zu Samstag eindrucksvoll ab.

Foto: Corinne Gasser

Sonnensturm sorgte für Polarlichter über dem Oberland

Fantastisches Himmelsereignis

Ursache für das Naturphänomen sind Sonnenstürme, die auf das Magnetfeld der Erde treffen.

Nordlichter, wissenschaftlich Aurora Borealis, heissen aus einem bestimmten Grund so: Weil sie in unserer Hemisphäre im hohen Norden entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds durch das Magnetfeld der Erde zu den Polen hin abgelenkt werden.

Ein rötlich-violettes Polarlicht ist über Winterthur zu sehen.
Prächtiges Farbenspiel über der Winterthurer Sternwarte Eschenberg am Nordhimmel!.

Da dies in Höhe zwischen 70 und 800 Kilometern entsteht, muss der Himmel sehr klar sein, damit wir diese Lichter auch sehen können. Und Voraussetzung, damit wir auch in unseren Breiten im Kanton Zürich in den Genuss dieses Naturspektakels kommen, sind sehr starke Plasmastürme auf der Sonne.

Gute Chancen, dass das Spektakel auch in der Nacht auf Sonntag zu sehen ist

Beide Voraussetzungen waren in der Nacht auf Samstag erfüllt, wie das Bild der Sternwarte Eschenberg in Winterthur zeigt. Auch stand der Mond bereits nicht mehr am Himmel, als es etwa um Mitternacht losging und der Himmel in den verschiedensten Farben erstrahlte.

Welche Farbe ein Polarlicht hat, ist abhängig von der Art der Luftmoleküle. Diese führen je nach Höhe zu unterschiedlich gefärbtem Schimmer. In 100 Kilometern Höhe leuchten die Sauerstoffatome grün. Sind sie doppelt so hoch oben, also in 200 Kilometern Höhe, erscheinen rote bis orange Farben. Auch blau bis violett kommen vor. Sie gelten als selten, weil dafür sehr viel Energie nötig ist. In der Nacht auf Samstag war die Palette der Farben jedenfalls ziemlich breit.

Auch in der Nacht auf Sonntag stehen die Chancen gut, dass wir Augenzeugen dieses in der Schweiz sehr seltenen Naturschauspiels werden.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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