Es ist der bislang grösste Feldversuch seiner Art – weltweit. Rund 3700 Schweizerinnen und Schweizer haben sich bereit erklärt, ihre täglichen Wegstrecken während acht Wochen erfassen zu lassen, dies in den Agglomerationen um Zürich, Bern, Basel, Genf, Lausanne und Winterthur.
Forscher der Universität Basel, der ETH Zürich sowie der ZHAW wollten so herausfinden, ob Verkehrsteilnehmer ihr Verhalten ändern, wenn sie jene Kosten ihrer Mobilität übernehmen müssen, die bisher die Allgemeinheit bezahlt.
Diese externen Kosten betrugen 2018 gemäss Bund 13,7 Milliarden Franken. Dazu zählen Schäden an Umwelt und Gesundheit, welche Schadstoffe verursachen, ebenso Kosten für die Infrastruktur, aber auch Zeitverluste infolge von Staus.
«Mobility-Pricing hat den gewünschten Effekt.»
Beat Hintermann, Umweltökonom Universität Basel
Am Montag nun wurden die Resultate der Studie publiziert. Ein Mobility-Pricing sei nicht nur technisch machbar, resümiert Beat Hintermann, Umweltökonom an der Universität Basel. «Es hat auch den gewünschten Effekt, nämlich die externen Kosten des Verkehrs in den Bereichen Gesundheit, Klima und Stau zu senken.»

