Um 20 Uhr griff Gemeindepräsident Marco Hirzel (SVP) zum Mikrofon und begrüsste die Anwesenden. Es waren deren 200, die im Chesselhaus Platz genommen hatten. Unter ihnen überdurchschnittlich viele junge Männer und Frauen. Sie alle sollten eine aussergewöhnliche Premiere erleben.
Marco Hirzel «freute sich über den gewaltigen Aufmarsch» der Jungen und gab der Hoffnung Ausdruck, dass in Zukunft immer so viele an die Gemeindeversammlungen kommen werden. Nach zwei weiteren Sätzen war bereits alles gesagt, was gesagt werden konnte und die Gemeindeversammlung schon vorbei. Hirzel: «Bedingt durch die Covid-19- Bestimmungen haben im Kesselhaus nur 200 Leute Platz. Draussen stehen aber noch etwa 50 bis 60 Personen, die nun keinen Platz mehr haben und deshalb muss ich die Gemeindeversammlung leider absagen.»
Alle oder niemand
Daraufhin ertönten etliche Buh-Rufe und vereinzelte Pfiffe. Hirzel gab auch noch gleich den neuen Termin und die Lokalität bekannt: «Am Montag, 28 Juni, also in zwei Wochen findet die Gemeindeversammlung in der Dreifachturnhalle im Schulhaus Mettlen statt.» Dann erst wird über die umstrittene Polizeiverordnung mit abgestimmt werden können, die so viele junge Pfäffiker zur Teilnahme an der Gemeindeversammlung motiviert hat. Knackpunkt der Verordnung ist ein «Musikverbot», dass den Jungen überhaupt nicht in den Kram passt.
«Lärmklagen rechtfertigen kein generelles Verbot.»
Dominic Täubert (JEVP), Verantwortlicher für den Grossaufmarsch

