Dübendorf will den Fuss nicht vom Gas nehmen. Nach 2004 und 2013 schickten die Stimmberechtigten am Sonntag schon zum dritten Mal eine Vorlage für grossflächiges Tempo 30 bachab. Das ist das vorzeitige Aus für 16 weitere 30er Zonen in den Quartieren. Mit 59,4 Prozent Nein-Stimmen ist das Resultat unmissverständlich. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp 53 Prozent.
Der Stadtrat wie auch die meisten Parteien im Parlament hatten die Vorlage befürwortet. Bitter für sie: Eigentlich hatte der Gemeinderat den benötigten Kredit von 930‘000 Franken bereits im Februar in eigener Kompetenz mit Zweidrittelmehr beschlossen. Gleichzeitig entschieden die Parlamentarier jedoch, die Vorlage freiwillig dem Volk vorzulegen.
So war das in der Motion von Theo Johner (BDP) vorgesehen, auf die die Vorlage zurückging. Kritische Stimmen hatten schon während der Debatte im Parlament gewarnt, dass dies für die Befürworter auch nach hinten losgehen könnte.
Von Deutlichkeit überrascht
Bereut Johner nun den Umweg über die Urne? «Nein», sagt dieser bestimmt, wenn auch hörbar enttäuscht. Nachdem das Volk bereits zwei Mal Nein gesagt habe, sei für ihn immer klar gewesen, dass die Stimmbevölkerung auch dieses Mal das letzte Wort haben müsse. «Die Demokratie steht über Tempo 30.»

