Jetzt geht es also vorwärts. Und erst noch in die vom Gemeinderat Rüti gewünschte Richtung: Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit der Migros Ostschweiz wird die künftige Entwicklung des Areals «Bandwies Süd», das sich in Gemeindebesitz befindet, sowie dem daran angrenzenden Migros-Areal «Bandwies Nord», geregelt. Die Gemeinde und der Detailhandelsriese möchten Erschliessung und Gestaltung der beiden Areale zusammen angehen, wie die Gemeinde mitteilt. Sie stünden vor «gemeinsamen Herausforderungen».
Die Bebauung des Bandwies-Areals, der letzten noch freien Fläche im Zentrum Rütis, ist für den Gemeinderat von zentraler Bedeutung. Als «wichtiger Baustein» für die künftige Entwicklung des Dorfes wurde der Gestaltungsplan des Millionenprojekts mit 120 Wohnungen, Büros, Gewerbe und einem Zentrumsplatz stets bezeichnet. Bis er im Februar 2020 vom Stimmvolk an der Urne bachab geschickt wurde. Der Gemeinderat musste über Bücher.
Knackpunkt Verkehrskonzept
Mit einer Umfrage unter den Rütner Stimmberechtigten wollte er herausfinden, wie die Bevölkerung grundsätzlich zur Bebauung des Areals steht und auch, was die Gründe für die Ablehnung der Vorlage waren. Einer der Knackpunkte: Das unausgereifte Verkehrskonzept. Was wiederum mit der Migros und dem dazugehörigen Parkhaus zusammenhing.
Gemeinderat und Bauvorstand Peter Weidinger (CVP) sagt: «Wir hatten damals den Eindruck, dass eine einfache Absichtserklärung, wie die Verkehrsführung aussehen könnte, mit der Option der Ausfahrt des Parkhauses direkt auf die Breitenhofstrasse, ausreicht. Die Migros wollte sich noch nicht verpflichten. Offenbar reichte das der Bevölkerung nicht.»

