Am Samstag hat die Stadt Uster die Auszeichnung « Fair Trade Town » erhalten. Diese erhalten Städte und Gemeinden, die sich für fairen Handel engagieren. Gemeinderat Patricio Frei (Grüne) ist zufrieden mit der Leistung der Stadt. Gleichzeitig sieht er aber noch «viel Luft nach oben». Frei hat das Anliegen bereits vor Jahren im Ustermer Stadtrat platziert.
Produkte, die aus fairem Handel erworben werden, erfreuten sich grosser Beliebtheit bei den Leuten, sagt Frei. Trotzdem setzten manche Unternehmen und Gastronomiebetriebe noch nicht auf Produkte, die ein Fair Trade Label besitzen. «Gewisse Bereiche hinken einfach hinterher.» Frei betont jedoch, dass es nicht darum gehe, andere lokale Produkte zu ersetzen, sondern zu ergänzen. «Dass neben dem Apfel noch eine Banane aus fairem Handel in der Früchteschale liegt.»
Stadt sucht Gespräche mit Unternehmen
Der Stadtrat richtete vor zwei Jahren eine Arbeitsgruppe ein, um die nötigen Kriterien für die Auszeichnung zu erfüllen (siehe Box). Ein Kriterium verlangte, dass Unternehmen überzeugt werden, auf nachhaltige Produkte umzusteigen, sagt Sarina Laustela, die Leistungsgruppenleiterin Abfall und Umwelt der Stadt Uster.
Das bedeute zum Beispiel Kaffee oder Bananen anbieten, die durch ein Label geschützt sind und somit garantieren, dass die Bauern hinter diesen Produkten ihren gerechten Anteil erhalten, sagt Laustela. «Das war nicht ganz einfach, denn es ist nicht gerade das Hauptanliegen eines durchschnittlichen KMU.»

