Lange schwieg der Bubiker Gemeinderat über die Hintergründe des Abgangs von Gemeindeschreiber Stefan Mettler. Jetzt lässt er verlauten: Das Arbeitsverhältnis sei in «gegenseitigen Einvernehmen» aufgelöst worden. Wie der Gemeinderat in einer Medienmitteilung vom Dienstag schreibt, habe er Stefan Mettler und die Gemeinde Bubikon aus der «Schusslinie der permanenten negativen medialen Berichterstattung» nehmen wollen.
Mettler sei während der letzten Monate mehrfach persönlich angegriffen worden. «Der Gemeinderat sollte unter Druck gesetzt werden, damit er sich von Stefan Mettler trennt», wie es weiter heisst.
Mobbing Vorwürfe und Nazi-Vergleich
Die Medienmitteilung folgt nach einer mehrmonatigen öffentlichen Auseinandersetzung mit Gemeindeschreiber Stefan Mettler. Nachdem sich im Herbst 2020 mehrere Personen gegenüber der Redaktion über Missstände und Mobbing auf der Bubiker Verwaltung beklagten, forderten im Dezember fünf der sieben Ortsparteipräsidenten den Gemeinderat dazu auf, eine Kündigung des Gemeindeschreibers in Betracht zu ziehen. Mettler bezichtigte sie darauf der Nazi-Rhetorik.
Mitte Februar schrieb der Gemeinderat in einer Mitteilung, Mettler stehe für weitere Anfragen nicht mehr zur Verfügung. Die offizielle Beendigung des Arbeitsverhältnisses gab der Gemeinderat allerdings erst Ende März bekannt.

