Am Karsamstag war für das «Mado's» ein quasi historischer Tag. Der Döner-Laden verkaufte an diesem Tag mehr pflanzliche Kebabs als solche mit Fleisch. «Das war schon speziell», sagt Inhaber Jia Hajani. «Aber wenn vegane Gruppierungen auf Social Media Werbung fürs Mado's machen, dann brummt der Laden.»
Jia («Tschia» gesprochen») ist ein Spitzname. Mit bürgerlichem Name heisst der 33-Jährige Dilovan Hajani. So nennt ihn aber niemand. 2016 kam der gebürtige Kurde aus dem Nordirak in die Schweiz, um hier mit seiner Schweizer Frau, ebenfalls gebürtige Kurdin, zusammenzuleben. Eine Ausbildung hat er nicht gemacht, aber sein Leben lang in Restaurants gearbeitet.
Nachfrage explodiert
Den Traum eines eigenen Lokals trug er schon immer mit sich herum. Nach Anstellungen in anderen Döner-Buden konnte er ihn im Dezember in Uster verwirklichen – mit eigenem Erspartem und etwas Hilfe von der Familie. Er renovierte das Lokal, in dem bereits vorher ein Kebab-Laden drin war und gestaltete es im Stil eines gepflegten Diner nach amerikanischem Vorbild um, stellte zwei Mitarbeiter ein.
Ihm sei schon immer wichtig gewesen, innovativ zu sein. «Kebab gibt es an jeder Ecke», sagt er. «Wenn man auffallen will, muss man sich etwas einfallen lassen.» Ein Kollege von ihm habe ihm von «Planted» erzählt, einem Fleischersatz, der aus wenigen natürlichen Zutaten besteht und weder Aroma- noch Konservierungsstoffe enthält. Entwickelt wurde er von einem Startup aus Kemptthal.

