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Politik

«Die Eltern haben wohl andere Eltern mobilisiert»

Die Primarschulen von Turbenthal und Wila dürfen ihre Grenzen nicht bereinigen. Im schlimmsten Fall verfügt nun der Kanton.

Die Stimmberechtigten der Primarschule Wila haben am Sonntag der Grenzbereinigung mit der Primarschule Turbenthal eine Absage erteilt. 408 legten ein Nein in die Urne, 334 ein Ja. Das entspricht einem Nein-Stimmenanteil von knapp 55 Prozent, bei einer Beteiligung von rund 50 Prozent.

Die Wilemer Primarschulpräsidentin Gisela Wahl ist von diesem Ergebnis zwar enttäuscht, aber nicht überrascht. «In den letzten zwei Wochen habe ich gedacht, dass unsere Lösung scheitern könnte.» Den Grund sieht sie darin, dass es von betroffenen Eltern Widerstand gab.

Kein Anschlussvertrag

Die beiden Primarschulen haben auf einen Anschlussvertrag verzichtet. Die Kinder von der rechten Seite des Steinenbachtals und vom Turbenthaler Weiler Tablat bei Wila hätten bei einem Ja deshalb neu in den Kindergarten nach Turbenthal und in die Primarschule nach Schmidrüti gehen müssen. Heute gehen sie ins Wilemer Eichhalde-Schulhaus.

Betroffene Eltern wehrten sich unter anderem in einem gemeinsamen Leserbrief im «Tößthaler» und im «Zürcher Oberländer». «Zugegeben, es mag Einschneidenderes geben in einem Kinderleben als aufgezwungene Schulwechsel und unnötiges Schulbusfahren», schrieben sie. «Bei dem Entscheid der Primarschulgemeinden, keinen Anschlussvertrag für die betroffenen Kinder zu vereinbaren, werden wir allerdings das Gefühl nicht los, dass politische oder finanzielle Interessen über das Wohl der betroffenen Kinder gestellt wurden.»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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